Lewis Hamilton als Film-Produzent: The Game Changers

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Woher nur nimmt dieser Lewis Hamilton die Zeit für all das? Abgesehen von seinem Leben als Formel-1-Star produziert er eine neue Dokumentation, die im September in die Kinos kommt.

Lewis Hamilton ist mächtig stolz: Im September kommt der Dokumentarfilm «The Game Changers» ins Kino, und Lewis Hamilton ist Co-Produzent. Lewis auf Twitter: «Leistungsfähigkeit ist alles, und sie beginnt beim richtigen Treibstoff für unseren Körper. Ich bin sehr stolz auf meine Position als ausführender Produzent für «The Game Changers», den ich für einen umwälzenden Film halte. Ich kann es nicht erwarten, dass Ihr ihn im kommenden September zu sehen bekommt.»

Der Film ist für Hamilton ein echtes Anliegen. «The Game Changers» zeigt Athleten, von denen viele früher auf fleischreiche Ernährung setzten, um Höchstleistungen zu erzielen. Sie beantworten unter anderem die Frage, wie sich der Wechsel zu einer rein veganen Ernährung auf ihre Leistungen und auf ihr Leben auswirkte.

Lewis erklärte uns 2017: «Ich habe aufgehört, rotes Fleisch zu essen. In diesem Jahr habe ich auch kein Huhn mehr gegessen, dann bin ich quasi rückfällig geworden, nun habe ich erneut aufgehört. Fisch war der nächste Schritt. Der Grund für das alles: Ich habe Dokumentationen gesehen, die mich sehr nachdenklich gestimmt haben. Ihr wisst alle, wie sehr ich Tiere liebe. Was wir als menschliche Rasse in der Welt anrichten, ist unfassbar. Es wird gesagt, dass unser Mastvieh mehr Schadstoffe erzeugt als wir alle durch Flügel und Autos produzieren. Das ist doch verrückt.»

«Am meisten jedoch macht mir zu schaffen, mit welcher Grausamkeit Tiere behandelt werden. Das will ich nicht länger unterstützen. Ich will gesünder leben. Bislang habe ich durch die Umstellung nicht den Eindruck, dass ich etwas verpasse oder dass meinem Körper etwas fehlt. Wenn ich an den Rennen bin, ist die Ernährung leicht – Mercedes hat die eigenen Köche hier. Bei mir zuhause wird es etwas schwieriger. Das wird der echte Test.»

«Ich habe viele Menschen getroffen, die sich dazu entschlossen haben, vegan zu leben, auch viele Freunde. Alle wirken kerngesund und fühlen sich besser. Sie sagen: Das war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Sie sind voll positiver Energie, sie sind rank und schlank.»

«Es gibt auch viele Studien, die belegen: Sich vegan zu ernähren, das ist der gesündeste Lebensstil. Wenn du dann in dieser Dokumenation siehst, welch ein Schund für die Fleischherstellung verwendet wird, Lebensmittel, die wir alle täglich zu uns nehmen, dann sage ich – ich kann das nicht länger ignorieren.»

«Ich will nicht in zehn oder fünfzehn Jahren zuckerkrank werden. Ich will nicht am Herzen erkranken, was in meiner Familie vorgenommen ist. Ich will keinen Krebs, was ebenfalls in meiner Familie vorgenommen ist. Wenn jemand unbekümmert weiterleben will und seine Gesundheit riskiert, dann ist das seine eigene Wahl. Ich will das nicht mehr. Ich will etwas ändern, bevor ich krank werde. Und ich hoffe, ich schlage damit die korrekte Richtung ein. Vielleicht kann ich sogar den einen oder anderen davon überzeugen, es mir gleich zu tun.»

Regie von «The Game Changers» führte Louie Psihoyos, der für den Dokumentarfilm «Die Bucht» mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. James Cameron (Titanic, Avatar) trat als Executive Producer in Erscheinung. In der Dokumentation selbst kommen zahlreiche Hochleistungssportler zu Wort, darunter Arnold Schwarzenegger, Patrik Baboumian, James Wilks und Dotsie Bausch.

Die Dokumentation erzählt die Geschichte von James Wilks, Elite-Sondereinheits-Trainer und Gewinner von The Ultimate Fighter, auf seiner Reise nach der Wahrheit auf die Frage, ob eine ausreichende Proteinzufuhr, Stärke und optimale Gesundheit durch tierische Produkte bedingt ist. Im Rahmen einer schweren Verletzung fing Wilks an zu recherchieren, welche Ernährungsform für den Heilungsprozess am förderlichsten ist. Er stieß dabei auf eine Studie über römische Gladiatoren, in welcher die Erkenntnis festgehalten wurde, dass die Gladiatoren sehr wenig oder gar kein Fleisch assen.

Lewis Hamilton in Hockenheim: «Ich verbringe viel Zeit in Los Angeles. Wenn ich jeweils in Kalifornien bin, habe ich viele Treffen, es ist das Land der Möglichkeiten, besonders im Bereich der Unterhaltungs-Industrie. Ich bin ein grosser Film- und TV-Fan. Ich hörte, dass James Cameron mit mir in Kontakt treten wollte, um über diesen Film zu sprechen. Ich bewundere seine Arbeit sehr. Daher habe ich diese Chance beim Schopf ergriffen. Es ist sehr cool. Im Film tritt auch Arnold Schwarzenegger auf. Ich weiss noch, wie mein früherer Trainer alle seiner Trainings-Videos geschaut hat. Ich finde es interessant, andere Trainingsmöglichkeiten zu erkunden und einen besseren Fitness-Stand zu erreichen. Und ich erkenne mich selber beim Weg, den einige Menschen in diesem Film beschreiben. Es ist nicht leicht, die Arbeit in diesem Bereich mit der Rennerei unter einen Hut zu bringen. Aber da kommt noch mehr.»


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