Vertrag vor Belgien-GP: Bottas weiter im Mercedes?

Von Mathias Brunner
Valtteri Bottas

Valtteri Bottas

​Die finnische «Turun Sanomat», im Umfeld von Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas gut vernetzt, behauptet: Der Finne werde noch vor dem Grossen Preis von Belgien einen Vertrag erhalten und im Silberpfeil bleiben.

Valtteri Bottas fährt auch 2020 an der Seite von Mercedes-Benz. Dies behauptet die finnische «Turun Sanomat», die im Umfeld des finnischen GP-Siegers gut vernetzt ist. Angeblich soll das neue Abkommen noch vor dem GP-Wochenende in Spa-Francorchamps (Belgien) unterzeichnet und verkündet werden. Das würde bedeuten: Mercedes leiht den jungen Esteban Ocon an Renault aus, der Franzose würde dann 2020 und 2021 in Gelb antreten. An einem Einjahresvertrag war Renault-Teamchef Cyril Abiteboul nicht interessiert.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte am Hungaroring klargemacht: «Der Platz neben Lewis Hamilton 2020 ist eine Frage zwischen Esteban Ocon und Valtteri Bottas. Es ist eine Entscheidung zwischen diesen beiden. Wir diskutieren Team-intern schon länger darüber. Ich ringe mit mir selber, was wohl das Richtige für das Team und die Fahrer ist. Wenn wir nur einen der beiden hätten, dann wäre es gar keine Frage, den Vertrag zu verlängern.»

«Beide verdienen das Cockpit. Esteban, weil er harte Situationen durchgemacht hat und sicher die Motivation, die Energie und das Talent hat, um in einem Mercedes zu sitzen. Auf der anderen Seite hat Valtteri die Erfahrung. Er hat schon bewiesen, wie schnell er ist. Er ist eine enorme Hilfe dabei, das Team gemeinsam mit Lewis zu entwickeln. Es gibt viele Argumente dafür und dagegen.»

«Letztlich haben wir entschieden, darüber nicht weiter nachzudenken und Budapest erstmal verstreichen zu lassen. Danach stecken wir im Sommer unsere Köpfe zusammen und entscheiden, was das Beste für das Team ist und das Beste für die beiden. Denn wir kümmern uns um beide.»

Am Hungaroring kursierte, was schon vor einem Jahr als beschlossene Sache galt – dass der junge Ocon bei Renault untergebracht werden könnte. Damals gab es ein Handschlagabkommen zwischen Wolff und Renault-Teamchef Cyril Abiteboul. Dann erhielt der Franzose die Gelegenheit, Daniel Ricciardo zu verpflichten, griff sofort zu, und weg war die Chance für Ocon. Könnte es dennoch zu einem Bündnis zwischen Wolff und Abiteboul kommen?

Wolff weiter: «Ich mag Cyril. Aber wenn er ein Gentleman mit Handschlagqualität werden will, muss er erst wieder zu einem Gentleman werden. Wir sehen uns alle Optionen an. Esteban ist ein Thema, weil er einer der vielversprechendsten jungen Fahrer ist. Er verdient es, in der Formel 1 zu fahren. Wir sehen das auch am Interesse, das für nächstes Jahr an ihm besteht.»

«Wie wir alle wissen, war es im Vorjahr eine sehr unglückliche Situation, dass er zwischen den Stühlen gelandet ist. Er hätte sich zwei Cockpits aussuchen können, und am Ende hatte er keins mehr. Wenn wir uns für Valtteri entscheiden, bedeutet das auch, dass jemand anderer Esteban weiterentwickeln würde und wir ein bis zwei Jahre keinen Zugriff auf ihn hätten. Das sind die Konsequenzen dieser Entscheidung. Ich bin sehr optimistisch, dass wir ihn nächstes Jahr in einem Formel-1-Auto sehen werden.»

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