Daniel Ricciardo über Gasly: Red Bull musste handeln

Von Mathias Brunner
Max Verstappen, Daniel Ricciardo und Pierre Gasly

Max Verstappen, Daniel Ricciardo und Pierre Gasly

​In der Sommerpause hat Red Bull den Franzosen Pierre Gasly bei Red Bull Racing ersetzt, durch Alex Albon. Gasly sitzt jetzt wieder im Toro Rosso. Daniel Ricciardo sagt: «Das war klar, Red Bull musste handeln.»

Es ist viel passiert an diesem Donnerstag vor dem Belgien-GP: Valtteri Bottas bleibt bei Mercedes, Esteban Ocon zieht zu Renault, Kimi Räikkönen ist verletzt. Da geriet beinahe in Vergessenheit, dass Red Bull in der Sommerpause einen Cockpit-Tausch vorgenommen hat – Pierre Gasly wegen mangelnder Leistungen von Red Bull Racing zu Toro Rosso, Alex Albon von Toro Rosso zu Red Bull Racing. Was meint der langjährige Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo zu all dem?

Der Australier im Fahrerlager des Circuit de Spa-Francorchamps: «Als unfair würde ich diesen Schachzug nicht bezeichnen. Red Bull musste handeln. Nichts gegen Pierre, ich mag ihn, und klar ist es nicht schön, wenn jemand so verschoben wird. Aber die Realität sieht doch so aus: Red Bull gab ihm ein halbes Jahr, um annähernd auf den Speed von Max Verstappen zu kommen, und offenbar gab es zu wenig Entwicklung oder Fortschritt.»

«Verstappen zeigt anhaltend, was mit diesem Auto möglich ist. Er gewinnt Rennen, er kommt ständig unter den ersten Fünf ins Ziel. Ich weiss, wie es ist, wenn du im Red-Bull-System bist. Da wird eben sehr viel von dir erwartet. Und wenn der Erfolg ausbleibt, dann wird eine andere Lösung gesucht.»

«Das Ganze kam gewiss nicht überraschend, und ich bin mir ganz sicher, dass auch Pierre den Verdacht hatte, dass eine Änderung kommen könnte. Nun bekommt Albon die gleiche Chance wie Gasly, mal sehen, was Alex daraus macht.»

Woran hat es gefehlt? Daniel weiter: «Vielleicht mangelte es am Vertrauen ins Auto. Er hatte bei den Wintertests einige Unfälle. Möglicherweise hat das sein Selbstvertrauen etwas beschädigt, aber ich fand, er wirkte im Toro Rosso wesentlich lockerer.»

«Wir haben bei Daniil Kvyat gesehen, wie stark der Russe zurückgekommen ist. Er bekam eine neue Chance, und die hat er genutzt. Das kann Pierre auch. Für junge Fahrer ist der Dampfkochtopf Formel 1 oft nicht einfach. Max konnte diesem Druck standhalten, aber damit können nicht alle umgehen.»


Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

«No sports» bei Suzuki: Geht die Rechnung auf?

Günther Wiesinger und Manuel Pecino
Suzuki wird sich nach der Saison 2022 auch aus der MotoGP-WM zurückziehen. Der Hersteller aus Hamamatsu erhofft sich dadurch in vier Jahren Einsparungen von ca. 150 Millionen Euro. Aber um welchen Preis?
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Mo.. 23.05., 05:30, Puls 4
    Café Puls mit PULS 4 News
  • Mo.. 23.05., 06:00, Puls 4
    Café Puls mit PULS 4 News
  • Mo.. 23.05., 06:00, Motorvision TV
    Monster Jam FS1 Championship Series 2016
  • Mo.. 23.05., 06:00, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 23.05., 06:06, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 23.05., 06:10, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 23.05., 06:14, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 23.05., 06:24, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 23.05., 06:32, ORF Sport+
    silent sports +
  • Mo.. 23.05., 06:39, ORF Sport+
    silent sports +
» zum TV-Programm
3AT