Hamilton zu Parabolica: «Früher war man vorsichtiger»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1

Der Randstein, der im F3-Lauf am Vormittag zu einem spektakulären Crash geführt hatte, wurde vor dem FP3 der GP-Stars wieder entfernt. Zu Recht, finden Lewis Hamilton, Charles Leclerc und Valtteri Bottas.

Das hätte auch sehr viel schlimmer ausgehen können: Im ersten Formel-3-Lauf auf der Highspeed-Strecke von Monza wurde Alex Peronis Campos-Renner von einem zuvor beschädigten Randstein neben der Parabolica-Kurve ausgehebelt. Das Auto des 19-jährigen Australiers wurde mehr als zehn Meter hoch in die Luft geschleudert und landete schliesslich auf de Reifenstapeln. Der Nachwuchspilot hatte sehr viel Glück, er konnte nach dem spektakulären Abflug aus eigener Kraft ins Medical Car steigen. Trotzdem ging es danach ins Krankenhaus, wo Peroni in den nächsten Stunden unter Beobachtung steht. Das zweite Rennen am morgigen Sonntag wird er somit verpassen.

Die Rennleitung reagierte schnell und entfernte dem zur Sprungschanze mutierten Randstein noch vor der letzten freien Trainingsstunde der GP-Stars. Zu Recht, findet etwa Valtteri Bottas, der später in der Pressekonferenz kommentierte: «Nachdem wir einen solchen Unfall gesehen haben, ist es klar, dass der Kerb dort weg musste. Tatsächlich brachte er auch nicht viel, denn die Jungs sind trotzdem neben die Piste gefahren, einfach vor dem Randstein. Offensichtlich war dieser also zu hoch und auch falsch platziert.»

«Ich denke, wir haben unsere Lektion gelernt. Es ist eine Highspeed-Strecke, und wenn man so ein Kunststoffelement im falschen Winkel trifft, dann kann es so laufen. Das ist natürlich nicht gut für die Sicherheit, aber ich bin überzeugt, dass wir daraus unsere Lehren ziehen werden», fügte der 30-jährige Finne an.

Polesetter Charles Leclerc bestätigte: «Es war wohl etwas sinnlos, einen solchen Kerb dorthin zu packen, sobald klar wurde, dass man genau prüfen werde, ob man dort neben die Strecke fährt. Wer dort nicht auf der Bahn bleibt, dem wird die Rundenzeit gestrichen, so einfach ist das. Ich war immer ein Fan des Kiesbettes, das wir früher dort hatten, denn das war ein gutes Mittel, um die Fahrer zu zwingen, auf der Strecke zu bleiben.»

Formel-1-Champion Lewis Hamilton stimmt dem Ferrari-Fahrer zu: «Ich finde auch, dass es viel besser war, als Ausgangs der Kurve noch Gras und Kies war. Damals war man noch etwas vorsichtiger und nervöser an dieser Stelle, weil man genau wusste, dass man im Aus landen konnte, wenn man zu weit nach Aussen geriet. Der Preis, den man zahlen musste, wenn man übers Limit hinausschoss, war sehr hoch. Nun kann man dort ruhig einen Ausritt wagen und für mich ist das ein Problem, das sich bei asphaltierten Auslaufzonen ganz generell stellt.»

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