Überraschung: Enduro-Gespann mit Beiwagenradantrieb von Kalashnikov
Die russische Waffenschmiede Kalashnikov baut auch Motorräder. Neuestes Produkt: Ein geländegängiges Gespann mit Elektroantrieb von Hinterrad und Beiwagenrad.
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Wie SPEEDWEEK.com-Leser wissen, baut die russische Waffenschmiede nicht nur Sturmgewehre und weitere Waffen, sondern seit kurzem auch die Izh Enduro, ein Geländemotorrad mit Elektro-Antrieb für den militärischen Einsatz. Nun erweitert Kalashnikov sein Modellprogramm um ein Geländegespann auf dieser technischen Basis. Der Beiwagen ist eine Plattform, auf der Aufbauten nach Kundenwunsch montiert werden können.
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Mehrere Motorisierungs-Varianten sind erhältlich, sogar ein Verbrennungsmotor mit 450 ccm. Erfolgt der Antrieb elektrisch, gibt es ein Modell mit 4 kW Motorleistung und Hinterrad-Antrieb. Interessanter sind die Varianten mit angetriebenem Beiwagenrad. Für den Einsatz auf befestigten Strassen und im leichten Gelände ist die Variante mit zwei Motoren mit je 3 kW gedacht, für den Einsatz in schwierigerem Gelände bietet Kalashnikov zwei Motoren mit je 5 kW Leistung an. In beiden Fällen werden dabei Radnaben-Motoren verbaut. Da denkt man natürlich sofort an die deutschen Militärgespanne mit Beiwagenradantrieb, wie sie im zweiten Weltkrieg eingesetzt wurden: BMW R75 und Zündapp KS750. Beide Gespanne waren mit einem Zweizylinder-Boxermotor ausgestattet. Hinterrad und Beiwagenrad waren mit Kardanwellen angetrieben, das Differenzial sperrbar.
Erst nach dem Krieg baute die damalige Sowjetunion Gespanne der Marken Dnepr und Ural mit und ohne Beiwagenrad-Antrieb. Wer je ein solches Gespann mit Beiwagenrad-Antrieb gefahren hat, weiss um deren erstaunliche Geländegängigkeit und deren Durchsetzungsvermögen auf Schnee und Eis.
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Mit dem Elektroantrieb durch Radnabenmotoren umgeht Kalashnikov elegant den technischen Aufwand von Kardanwellen und sperrbarem Differenzial. Kalashnikov verspricht 120 km/h Höchstgeschwindigkeit, bis 100 km Reichweite und ein Gewicht von 120 kg. Selbst wenn man eine wollte: Solange der Ukraine-Krieg andauert, ist an einen Import in die EU nicht zu denken.
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