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Verge baut ein Elektromotorrad mit Feststoff-Akku: Der Durchbruch?
Der finnische Kleinserienhersteller Verge baut als erster ein Serienmotorrad mit Elektroantrieb und Feststoff-Batterie. 200 PS, 10 Minuten Ladezeit und 600 km Reichweite werden genannt.
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Die finnische Firma Verge Motorcycles wurde 2018 gegründet. 2019 wurde der Prototyp eines Elektromotorrads mit nabenlosem Hinterrad vorgestellt, das 2022 unter der Modellbezeichnung Verge TS in Kleinserien-Produktion ging. Die gesamte Produktion dürfte sich nach wohlwollender Schätzung ihres SPEEDWEEK.com-Autors auf einige Hundert Stück belaufen.
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Kürzlich hat Verge an der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas einigermassen überraschend das erste Serienmotorrad mit Feststoff-Batterie vorgestellt und damit sämtliche anderen Hersteller von Elektromotorrädern ausgestochen.
In Feststoff-Batterien wird kein flüssiges oder gelförmiges Elektrolyt verwendet. Das Elektrolyt ist in einer Batterie das Medium, das elektrische Ladung aufnimmt und wieder abgibt. Im Lithium-Luft-Feststoff-Akku der Verge besteht das Elektrolyt aus einem Verbundmaterial mit Keramik und Polymer-Kunststoff. Mehr verrät uns der Batteriehersteller Donut Lab nicht. Verständlich, denn die Theorie des Feststoff-Akku ist seit längerer Zeit bekannt, doch in der Serienproduktion und im Alltagsbetrieb traten zahlreiche Probleme zutage. Diese will das finnische Unternehmen Donut Lab gelöst haben.
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Mit 0,4 kWh pro kg hat der Feststoff-Akku von Donut Lab eine gegen viermal grössere Energiedichte als vergleichbare Lithium-Ionen-Akkus. Weil kein brennbares Flüssig-Elektrolyt verbaut ist, ist auch die Brandgefahr viel geringer. Weiter werden schnellere Ladezeiten versprochen, Donut Lab verspricht in einer Grafik 80 Prozent der Kapazität in fünf Minuten. Die Lebensdauer wird mit 100.000 Ladezyklen angegeben.
Verge verspricht für sein Spitzenmodell TS Ultra mit einem Akku von 30 kWh eine Reichweite von mehr als 600 km, relativiert diese aber selber für den Autobahnbetrieb bei konstant 90 km/h auf 315 km bei einem Fahrer von 75 kg und idealen Bedingungen bezüglich Temperatur und Wind.
Weiter wird eine Ladezeit von 10 Minuten für eine Reichweite von 300 km versprochen, was sich demzufolge in der Praxis auf immer noch annehmbare 10 Minuten Ladezeit für rund 150 km reduzieren würde und das unter der Bedingung, das eine entsprechend leistungsstarke Ladestation zur Verfügung steht.
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200 PS und 1200 Nm beschleunigen die 235 kg schwere Verge TS Ultra in 2,5 Sekunden auf 200 km/h. Diese Power wird mit einer dreistufigen Traktionskontrolle kontrolliert. Die Federelemente liefern Öhlins und Wilbers, die vordere Bremsanlage steuert Brembo bei, die hintere Bremszange fertigt Verge selbst. Der integrierte Felgenmotor funktioniert rein elektromagnetisch. Es gibt keinerlei weitere Bauteile für die Kraftübertragung wie Ketten, Zahnräder oder Riemen. Die Verge TS Pro mit kleinerer Feststoff-Batterie mit 20 kWh, 350 km Reichweite und Motor mit 140 PS ist noch im ersten Quartal 2026 lieferbar und kostet ab 36.581 Euro. Das Spitzenmodell Verge TS Ultra ist im zweiten Quartal 2026 lieferbar. Der Preis: 54.431 Euro.
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