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Formel-1-Mittelfeld: Tolle Kämpfe, die keiner sieht

Im Mittelfeld gibt es nicht selten packende Zwei- oder Dreikämpfe, die im Fernsehen aber so gut wie gar nicht gezeigt werden. Für die Fahrergewerkschaft ist klar: Es muss etwas dagegen getan werden.

Formel 1

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In Singapur kam das Thema erstmals groß auf: Das Mittelfeld der Formel 1 geht im Fernsehen unter. Denn Romain Grosjean, Daniel Ricciardo, Carlos Sainz und Lance Stroll lieferten sich dort einen heißen und sehenswerten Tanz um Platz elf.

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Das Problem: Im Fernsehen wurde das nicht gezeigt, sondern erst einen Tag später in den sozialen Medien. Für die Fans vor dem TV hat der Vierkampf schlicht nicht stattgefunden. "Die große Show gibt es im Mittelfeld", sagt Sergio Pérez. "Ich verstehe nicht, warum wir so selten im TV gezeigt werden. So sollte das ganze Feld kämpfen."

Auch Sainz ist angefressen.

"Das ärgert mich. Vor allem aber müsste es mein Team ärgern, denn wenn die Sponsoren nicht im Live-Fernsehen zu sehen sind, ist das nicht gut. Viele Mittelfeldteams haben sich schon darüber beschwert. Ich bin da nicht alleine", sagte Sainz.

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Er habe sich zuletzt mit einem anderen Fahrer unterhalten, verriet er: "Wir sind uns einig, dass das Fernsehen ein paar Duelle verpasst. Ich sehe das kritisch, genau wie jeder andere Fahrer aus dem Mittelfeld. Wir sind der Meinung, die Fans verpassen so viele der Zweikämpfe im Mittelfeld. Manches davon siehst du in dieser Form eben nicht an der Spitze."

Das Thema steht bei der Fahrervereinigung GPDA auf der Agenda, allerdings nicht ganz oben. Doch GPDA-Direktor Grosjean weiß, dass etwas passieren muss. Er hat auch einen Vorschlag.

"Der Kampf, den wir am Ende der letzten Runde in Singapur hatten, war viel aufregender als Autos, die die Linie passieren. Vielleicht wäre es ziemlich cool, einen Split-Screen zu haben, auf dem immer noch das führende Auto die Linie überquert und auf dem anderen Bildschirm der Kampf auf der Strecke läuft", schlug er vor.

"Es ist großartig, Ferrari auf eins und zwei zu sehen, aber sie folgen sich nur und es ist nicht so sexy wie Autos zu sehen, die gegeneinander racen."

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Ein weiteres Beispiel: Charles Leclerc, der in Russland rundenlang versucht, an Valtteri Bottas vorbeizukommen, aber nicht mehr schafft, als dem Finnen zu folgen. "Aber nach drei, vier Runden war der Rückstand zu groß, um etwas machen zu können. Trotzdem war 15, 16 Runden nur dieses Duell zu sehen. Wenn woanders erwas passiert wäre, hätte es nur eine Wiederholung gegeben."

Dem Franzosen ist klar, dass eine Lösung nicht ganz einfach ist, denn die Formel 1 stellt die Bilder, die gezeigt werden, zur Verfügung. "Sie könnten wahrscheinlich einen besseren Job machen und vielleicht ein bisschen mehr von den Kämpfen zeigen, denn das ist es, was fehlt und was wir gerne sehen: Autos kämpfen Rad an Rad."

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