Fernando Alonso bestätigt: «Ja, ich fahre Dakar 2020»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Fernando Alonso

Fernando Alonso

​Allrounder Fernando Alonso bestätigt im Rahmen einer Pressekonferenz in Salou/Spanien: «Ja, ich werde im Januar 2020 mit Toyota Gazoo Racing an der Dakar in Saudi-Arabien teilnehmen.»

Jetzt ist es offiziell: Der zweifache Formel-1-Champion Fernando Alonso wird in Diensten von Toyota Gazoo Racing an der Dakar 2020 teilnehmen, die ab 5. Januar in Saudi-Arabien ausgetragen wird. Der eine oder andere SPEEDWEEK.com-Leser wird einwenden: Nanu, war das nicht sowieso klar? Nein, denn der 32fache GP-Sieger hatte immer gesagt, dass er seine Teilnahme an der bekanntesten aller Raid-Rallyes davon abhängig machen werde, ob er sich diesen Einsatz zutraut, basierend auf den Eindrücken aus dem Training.

Der 38jährige Asturier hat bei einer Toyota-Pressekonferenz im Rahmen der Spanien-Rallye jetzt seine Teilnahme bestätigt. Ermutigt wurde der Formel-1-Champion von 2005 und 2006 durch einige Top-10-Tagesleistungen bei der Marokko-Rallye. Allerdings schmiss Alonso in Nordafrika auch den Toyota Hilux in einen Graben.

Der 32fache GP-Sieger ist der Erste, der zugibt, dass er noch sehr viel lernen muss. «Ich muss das Terrain besser lesen lernen. Und ich muss einen besseren Rhythmus finden in den Dünen, damit ich meinen Speed halten kann und nicht im Sand steckenbleibe.»

Als weitere Vorbereitung auf die Dakar will Alonso mit seinem Beifahrer Marc Coma (fünffacher Dakar-Sieger als KTM-Fahrer) vom 4.–9. November an der Ulma-Rallye in Saudi-Arabien teilnehmen. Dazu möchte er bei der ersten Raid-Rallye von Abu Dhabi an den Start gehen, die im Dezember gefahren wird.

Fernando freut sich auf die neuen Abenteuer: «Bei der Dakar besteht ein kraftvolles Element der Unwägbarkeit. Eine Raid-Rallye läuft viel unstrukturierter ab als ein Formel-1-Rennen. An einem Tag gewinnst du 20 Minuten, am nächsten verlierst du 40. Ich sehe die Dakar vom kommenden Januar als die grösste Herausforderung meiner Karriere. Was ich nicht erleben will: am zweiten oder dritten Tag wegen eines dummen Fehlers aufgeben zu müssen. Also gehe ich meine Aufgabe mit einer gewissen Ruhe an.»

«Als ich Toyota mitteilte, dass ich gerne die Dakar versuchen würde, um sie eines Tages für die Japaner zu gewinnen, da haben sie Augen gemacht, so gross wie Suppenteller. ‚Was? Die Dakar?’ meinten sie. Ja, antwortete ich, ich will es wenigstens mal versuchen. Wir haben dann beschlossen, wir machen mal einen Test und sehen, wie das so geht. Der Test verlief gut. Also machten wir den nächsten Schritt.»

«Die Formel 1 und die Dakar könnten nicht unterschiedlicher sein. Auf dem Papier ist es so gut wie ausgeschlossen, dass ich vorne mitfahre. Ich will vielmehr lernen. Ich werde schon beim Training für die Dakar ein kompletterer Fahrer. Und genau das ist letztlich der Grund, wieso ich so unterschiedliche Aufgaben wähle – wie die Langstreckenrennen, wie den IndyCar-Sport. Ich will mich als Fahrer weiterentwickeln.»


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