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Günther Steiner zur Haas-Pleite 2019: Was ihn ärgert
​Haas ist tief gestürzt: 2018 waren die US-Amerikaner noch tolle WM-Fünfte, nun kommen sie über Rang 9 im Konstrukteurs-Pokal nicht hinaus. Was Haas-Teamchef Günther Steiner dabei gewaltig ärgert.
Formel 1
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Vor dem Formel-1-WM-Finale von Abu Dhabi liegt Haas lediglich auf dem neunten Rang, nur Williams ist noch schlechter. Mit 28 Punkten haben die US-Amerikaner lediglich mathematische Chancen, das vor ihnen liegende Team von Alfa Romeo-Sauber abzufangen. Die Schweizer kommen derzeit auf 57 Punkte. Vor einem Jahr eroberte Haas 93 Punkte, holte also drei Mal so fette Beute wie 2019.
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Die US-Amerikaner unter der Leitung des Südtirolers Günther Steiner bringen es einfach nicht zustande, die 2019er Reifen konstant zum Arbeiten zu bringen. Das Potenzial wäre da: Wenn die Walzen wie gewünscht haften, können sich Magnussen und Romain Grosjean im Mittelfeld behaupten. Steiner in Texas: "Wenn es gut läuft, dann denkst du, dass du den Dreh raushast, aber beim folgenden Rennwochenende wirst du wieder mit der Realität konfrontiert. Es ist ein ständiges Auf und Ab. Es ist eine wirklich schwierige Aufgabe, die diesjährigen Reifen konstant zum Arbeiten zu bringen. Es ist speziell für uns problematisch, deshalb konzentrieren wir uns ganz auf dieses Ziel. Natürlich geht es generell auch immer darum, mehr Abtrieb zu finden, um effizienter zu sein. Der Fokus liegt derzeit aber ganz klar auf den Reifen." Vor dem letzten Saisonrennen auf dem Yas Marina Circuit meint Steiner: "Das ist nun unsere vierte Saison, und keiner kann schönreden – es war sehr schwierig. Wir können nur hoffen, dass wir im kommenden Jahr zur Form von 2018 zurückfinden."
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"Wenn ich etwas ändern würde, dann mein Handeln nach dem Barcelona-GP. Damals brachten wir ein neues Evo-Paket, von dem wir überzeugt waren. Rückblickend ärgert mich das, ich hätte mehr auf die Fahrer hören müssen und selbstkritischer sein sollen." "Im Sommer haben wir angefangen, schon am 2020er Projekt zu arbeiten. Wir wollen die Fehler von 2019 vermeiden. Einfacher wird es im kommenden Jahr nicht. Wir werden erstmals 22 Rennen haben. Das Personal wird an seine Leistungsgrenzen stossen." Und dann der grosse Schnitt: ein komplett neues Reglement für 2021. Günther Steiner meint: "Ich gehe davon aus, dass die Top-Teams auch hier im Vorteil sind, ganz alleine deshalb, weil sie einfach mehr Ressourcen besitzen, um an den 2021er Autos zu forschen. Wir werden auch erstmals einen Budgetdeckel haben, doch ich erwarte da im ersten Jahr keine grossen Auswirkungen. Ich hoffe aber, dass es die Mittelfeld-Teams in den darauf folgenden Jahren schaffen, die Lücke zu den drei Top-Teams zu verringern."
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