Toto Wolff (Mercedes): «Gut, dass es nun fertig ist»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff weiss, was Lewis Hamilton und seine Mannschaft immer wieder aufs Neue antreibt, Bestleistungen zu erbringen. Der Wiener freut sich auf die Winterpause.

«Die Batterien sind leer», gestand Toto Wolff nach dem Grossen Preis von Abu Dhabi vor laufender RTL-Kamera. Der Mercedes-Motorsportdirektor, der beim zweitletzten Saisonlauf in Brasilien zum ersten Mal seit Jahren nicht an der Rennstrecke weilte, fügte mit einem verlegenen Lächeln an: «Es ist gut, dass es nun fertig ist.»

Auf die Frage, ob die leeren Batterien auch der Grund für seine Abwesenheit in Brasilien waren, erklärte der Wiener lachend: «Ich wollte das Experiment wagen und schauen, wie ich es aushalte, wenn ich nicht da bin. Und ich denke, das Experiment ist gescheitert. Die Ingenieure haben so gehofft, dass es ein gutes Wochenende wird, damit sie rechtfertigen können, dass ich nicht zu kommen brauche, weil sie eh alles im Griff haben. Ich habe mich auch wirklich zurückgehalten – bis zum Ende des Rennens, da konnte ich das dann nicht mehr.»

Der Österreicher weiss, was seine Mannschaft zusammenhält und zu immer neuen Glanztaten motiviert: «Wir haben eine richtig gute Stimmung. Ich glaube, du muss eine gewisse Lockerheit haben, aber auch den Zug aufs Tor. Du darfst auch nicht davon ausgehen, dass du weiter gewinnst. Die WM beginnt immer wieder bei Null, und das treibt uns jedes Jahr aufs Neue an. Ich denke, das ist ein wichtiger Faktor.»

Und was treibt seinen Schützling Lewis Hamilton an, der in Abu Dhabi den Sieg holte? «Ich denke, dass die jungen Fahrer wie Verstappen und Leclerc ihn richtig motivieren, um noch einmal dagegenzuhalten. Er hat auch sein Training dem Alter entsprechend umgestellt und ist sehr fokussiert, da noch etwas dranzuhängen. Ich denke, das ist ein wichtiger Motivationsfaktor für ihn», ist sich Wolff sicher.

Natürlich gab es auch Lob für Valtteri Bottas, der vom Ende der Startaufstellung losfahren musste, weil er mit einem frischen Motor ins Rennen gegangen war. Der Finne zeigte eine beherzte Aufholjagd und kreuzte die Ziellinie weniger als eine Sekunde nach dem drittplatzierten Ferrari-Star Charles Leclerc als Vierter. Für Wolff ist der 30-Jährige damit ein heimlicher Sieger des Rennens, wie er den Kollegen von ORF erklärte: «Ich weiss nicht genau, was dabei rauskommen wird. Auf der Strecke ist er Vierter, aber für mich WM-Sieger, weil von ganz hinten auf Platz 4 zu fahren ist schon eine gute Leistung.»

Bottas selbst erklärte: «Das war ein schöner Saisonabschluss. Es war ein gutes Rennen und ich hatte viel Spass dabei, die anderen Fahrer zu überholen. Ich glaube nicht, dass ich heute noch mehr aus dem Auto hätte herausholen können. Am Ende war es sehr eng, aber es hat nicht ganz gereicht, um Charles im Kampf um das Podium zu überholen.»

«Zu Beginn hatte ich ein wenig Pech, weil der Einsatz von DRS für eine Weile nicht erlaubt war. Das hat meine Aufholjagd durch das Feld erschwert», betonte Bottas ausserdem. «Aber ich konnte dennoch einige Plätze gutmachen und meinen Stint auf den mittelharten Reifen ausdehnen. Dadurch befand ich mich insgesamt in einer guten Position. 2019 war meine bislang beste Saison und ich befinde mich im Vergleich zum Vorjahr in einer viel besseren Situation. Jetzt freue ich mich darauf, 2020 erneut anzugreifen.

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