FIA-Weltrat verbietet Stellwände bei den Wintertests!

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Zu viel des Guten: Die Teams dürfen ihre Renner bei den Wintertests nicht mehr verstecken

Zu viel des Guten: Die Teams dürfen ihre Renner bei den Wintertests nicht mehr verstecken

Beim letzten Treffen des Motorsport-Weltrats bei der FIA in Paris wurden einige Änderungen beschlossen. So dürfen die Autos bei den Tests nicht mehr vor neugierigen Blicken verdeckt werden.

Am gestrigen Mittwoch trat der 26-köpfige Motorsport-Weltrat des Automobilweltverbands FIA zum letzten Mal in diesem Jahr in Paris zusammen, um noch einige Änderungen für die kommende Saison zu beschliessen. So wurde etwa bereits fürs nächste Jahr die Formulierung der Regeln zur Kontrolle von Benzinproben angepasst, um alle Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Darüber hinaus wurden kleinere Details im technischen und sportlichen Reglement angepasst.

Auch wurde die schwarzweiss karierte Flagge wieder als massgebendes Signal bestimmt, mit dem ein Grand Prix beendet wird. Das war in diesem Jahr noch anders, denn nach der Zielflaggen-Panne von Kanada 2018, als das Rennen um eine Runde zu früh beendet wurde, hatte man die Anzeige auf der elektronischen Tafel als verbindliches Signal für das Rennende bestimmt.

Beim diesjährigen Japan-GP in Suzuka, war es aber das FIA-System, das eine Runde zu früh dran war – so kam Sergio Pérez doch noch zu zwei WM-Punkten, weil sein Crash in der vermeintlich letzten Runde nicht mehr zählte. Ferrari-Star Sebastian Vettel betonte daraufhin: «Wir Fahrer wollen die karierte Flagge sehen. Nicht zuletzt genau wegen des Falles, dass mit der Tafel etwas nicht stimmt. Die Fahrer haben seit vielen Jahren verinnerlicht – die geschwenkte Flagge beendet das Rennen.» Er darf sich freuen, denn ab 2020 gilt wieder: Wird die Zielflagge geschwenkt, ist das Rennen gelaufen.

Eine erfreuliche Änderung stellt das Verbot von sichtversperrenden Hilfsmitteln bei den Wintertestfahrten dar. Denn damit sind die ärgerlichen Stellwände und Abdeckungen, mit denen die Teams ihre Innovationen vor neugierige Blicke schützen wollen, künftig verboten. Somit ist der freie Blick in die Team-Boxen, der schon für die GP-Wochenenden vorgeschrieben ist, auch bei den Probefahrten mit den neuen Autos garantiert. Ausgenommen von dieser Regel sind Abdeckungen, die eine mechanische oder eine Schutzfunktion haben.

Letztlich wurden auch mit Blick auf die Saison 2021, in der umfangreiche Regeländerungen in Kraft treten werden, einige Entscheidungen getroffen. Bereits Ende Juli hatte man Magneti Marelli als Ausrüster für die sogenannte Primer-Benzinpumpe sowie Bosch als Lieferant der Hochdruck-Benzinpumpen und Benzinleitungen ins Auge gefasst. Beide wurden nun bestätigt. Darüber hinaus wurde auch bestimmt, dass BBS ab 2021 die Formel-1-Teams mit Felgen beliefert.

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