Formel-1-Zukunft: Kommt nach dem V6 ein Zweitakter?

Von Otto Zuber
Formel 1
Pat Symonds

Pat Symonds

Neben der Regelrevolution von 2021 beschäftigt die Formel-1-Verantwortlichen auch die Motorenzukunft des Sports. F1-Techniker Pat Symonds kann sich als Nachfolger des V6-Turbos auch einen Zweitakter vorstellen.

Noch ist die umfangreiche 2021er-Regeländerung nicht bewältigt, dennoch beschäftigen sich die F1-Verantwortlichen bereits mit der Motorenzukunft der Königsklasse. Denn der 1,6-Liter-V6-Turbo-Hybridmotor, der seit 2014 eingesetzt wird, soll 2025 oder 2026 durch die nächste Generation von Antriebseinheiten ersetzt werden.

Diese sollen die aktuellen Triebwerke bei der Effizienz übertreffen und wenn es nach F1-Technikchef Pat Symonds geht, dann wird es sich weiterhin um Hybridmotoren handeln. Der Ingenieur kann sich beim Verbrenner sogar einen Zweitakter vorstellen, wie er an der Energieeffizienz-Konferenz der Motorsport Industry Association erklärte.

«Wir beschäftigen uns derzeit mit der Frage, wie die Antriebe der Zukunft aussehen werden», betonte Symonds. Wenn es nach ihm geht, könnten künftig Zweitakter für den richtigen Sound in der Königsklasse sorgen: «Das befürworte ich sehr, denn sie sind effizienter, liefern einen grossartigen Sound und viele Probleme, die man von früher kennt, sind heute kein Thema mehr.»

«Der Zweitakter erfährt derzeit ein Comeback und die Effizienz liegt schon in der Strassen-Version bei rund 50 Prozent», betont der Brite, der schwärmt: «Direkteinspritzung und neue Zündsysteme haben neue Zweitakt-Systeme hervorgebracht, die sehr effizient sind und wenig Emissionen verursachen. Ich denke, sie haben eine gute Zukunft.»

Überhaupt habe der Verbrennungsmotor noch lange nicht ausgedient, erklärt der Technikprofi: «Ich denke, wir werden noch lange Verbrennungsmotoren einsetzen, bestimmt länger, als es manche Politiker vermuten würden, weil die Politik derzeit alles auf die Karte Elektroautos setzt.» An Letzteren sei nichts auszusetzen. «Aber es gibt Gründe, warum sie nicht die Lösung für jedermann sind», ist sich der frühere Williams- und Renault-Techniker.

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