Lewis Hamilton gegen Stierkampf: Ärger in Spanien

Von Rob La Salle
Formel 1
Lewis Hamilton

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​Formel-1-Champion Lewis Hamilton hat ein Video der Tierschutzorganisation Peta geteilt und verurteilt Stierkämpfe. Dafür hat der spanische Kultur- und Sportminister gar kein Verständnis.

Der englische Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton nimmt immer wieder zu kontroversen Themen Stellung. Vor kurzem teilte der Mercedes-Star auf Instagram ein Video der Tierschutzorganisation Peta, das mit drastischen Bildern auf das Leiden der Tiere beim Stierkampf aufmerksam macht.

Bei Instagram Stories schrieb der 35jährige Brite dazu: «Das ist wirklich widerlich, Spanien! Spanische Kinder werden ausgebildet, um Stiere zu foltern und zu töten – angefangen im Alter von 14. Wir fordern den spanischen Erziehungsminister auf, Stierkampfschulen zu schliessen und zwar sofort.»

Die Aufforderung des Rennfahrers ist bei José Manuel Rodrígiuez Uribes gar nicht gut angekommen. Der 51-Jährige aus Valencia ist Minister für Kultur und Sport. «Das sind beleidigende Worte», findet der Politiker. «Worte, welche Menschen angreifen, die einer Tätigkeit nachgehen mit tiefem kulturellem Wert in unserem Land. Das sind Aussagen, welcher der Kommunikation und dem Verständnis nicht förderlich sind. Es ist legitim, abweichende Meinungen zu haben, doch Respekt sollte fundamental bleiben.»

Natürlich können auch die Toreros die Aufregung nicht verstehen. Der Madrilene Cayetano Rivera (43), dessen Urgrossvater schon in der Arena stand, meint: «Herrn Hamilton gefallen Stierkämpfe nicht? Na und? Bevor man die Kultur von Anderen anprangert, sollte man ein wenig mehr darüber lernen.»

Lewis Hamilton wirbt öffentlich dafür, auf den Konsum tierischer Produkte zu verzichten und vegan zu leben. Und er äussert sich immer wieder zum Thema Tierschutz. So auch im Oktober 2019, als in Japan ankündigte, nach Taiji zu reisen. «Ich spielte mit dem Gedanken, in eine Bucht zu fahren, in welcher Delfine abgeschlachtet werden. Es wäre eine gute Gelegenheit, um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen. Aber ich weiss nicht, wie schwierig es ist, dorthin zu gelangen.»

Im Oscar-preisgekrönten Dokumentarfilm «The Cove» wurde das vor zehn Jahren schon angeprangert. Die Filmemacher zeigen, wie im japanischen Küstenort Taiji (drei Autostunden von Suzuka entfernt) regelmässig rund 2000 Delfine, hauptsächlich Grosse Tümmler, in eine nicht einsehbare Bucht getrieben werden, die durch Zäune, Stacheldraht und Sicherheitspersonal abgeschottet ist. Die schönsten Tiere werden separiert und anschliessend an Delfinarien in aller Welt verkauft. Taiji ist dabei der weltweit grösste Verkäufer von Delfinen an Meeresparks und Delfinarien. Die restlichen Tiere werden getötet. Nach Angaben der Filmemacher werden insgesamt in Japan jedes Jahr 23.000 Delphine umgebracht.


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