Ungarn-Qualifying: Hamilton sichert sich Pole!

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Lewis Hamilton war im Qualifying auf dem Hungaroring nicht zu schlagen

Lewis Hamilton war im Qualifying auf dem Hungaroring nicht zu schlagen

Mercedes-Star Lewis Hamilton stellte im Qualifying zum Ungarn-GP sein Fahrkönnen und die Qualitäten seines Dienstwagens unter Beweis und sicherte sich die Pole vor Valtteri Bottas und Lance Stroll.

Die GP-Stars durften bei 18,8 Grad Aussen- und 28,3 Grad Streckentemperatur zum Qualifying auf dem Hungaroring ausrücken. Nachdem die Wetterexperten eine halbe Stunde vor dem Start der Session noch eine trockene Piste vorausgesagt hatten, stieg die Regenwahrscheinlichkeit bis zum Anfang des Abschlusstrainings auf 90 Prozent. Tatsächlich hatten sich die dunklen Wolken über der Strecke noch bedrohlicher aufgetürmt, sodass die Experten von leichtem Regen zu Beginn der Session ausgingen – allerdings nur auf dem ersten Teil der Strecke.

Der angekündigte Regen liess die meisten Stars keine Zeit verlieren, Max Verstappen führte eine ganze Reihe von Formel-1-Rennern an, sämtliche Piloten der drei Top-Teams Red Bull Racing, Mercedes und Ferrari rückten gleich zu Beginn der Session aus, das Renault-Duo Daniel Ricciardo und Esteban Ocon liess sich am meisten Zeit.

Verstappen war hingegen der Erste, der sich eine Rundenzeit notieren liess, gleich darauf wurde er bis auf den sechsten Platz durchgereicht, weil nicht nur das Spitzenreiter-Duo Valtteri Bottas und Lewis Hamilton schneller unterwegs war, sondern auch die Racing-Point-Teamkollegen Lance Stroll und Sergio Pérez sowie Ferrari-Hoffnungsträger Charles Leclerc. Hinter Verstappen reihten sich die beiden McLaren-Piloten Carlos Sainz und Lando Norris ein, zwischen die sich Ocon schob, nachdem auch er seine Arbeit aufgenommen hatte.

Sebastian Vettel, der zunächst bis auf den elften Platz durchgereicht wurde, reihte sich nach sechs Minuten auf dem achten Platz ein. An der Spitze gab es dank Titelverteidiger Hamilton einen Platztausch zwischen den Mercedes-Stars, der Brite schaffte die Runde in 1:15,420 min und verbesserte sich kurz darauf auf 1:15,366 min, damit war er 0,118 sec schneller als Bottas unterwegs.

Als zweitstärkste Kraft etablierten sich die beiden Racing-Point-Piloten, Leclerc hielt sich auf dem fünften Platz, hinter ihm reihte sich Ricciardo vor seinem früheren Teamkollegen Verstappen ein. Norris Sainz und Vettel komplettierten die Top-10. Doch noch blieb den GP-Stars acht Minuten Zeit, um die Reihenfolge zu ändern.

Das taten sie auch, denn die Streckenbedingungen verbesserten sich zusehends. Pérez setzte sich mit 1:14,681 min auf den ersten Platz vor seinem Teamkollegen Stroll und den beiden Mercedes-Piloten Hamilton und Bottas, hinter denen sich George Russell dank eines starken Umlaufs einreihen konnte. Die beiden rosa Autos von Pérez und Stroll bogen an die Box ab, während sich Vettel auf den fünften Platz verbesserte. Aus diesem wurde Platz 6, denn Sainz schaffte es auf Platz 3.

Mit einer schnellen Runde retteten sich auch Ocon und Verstappen aus der Verlierer-Zone, auch Rookie Nicholas Latifi schaffte den Top-15-Sprung auf Platz 15. Für Kevin Magnussen, Daniil Kvyat, Romain Grosjean, Antonio Giovinazzi und Kimi Räikkönen war das Qualifying hingegen gelaufen. Gasly, der Probleme mit dem Motor gemeldet hatte, schaffte es als Zwölfter weiter, genauso wie Leclerc, der sich hinter dem AlphaTauri-Piloten einreihte.

Q2: Pierre Gasly mit Motor-Problemen

Russell war der Erste, der sich zum Q2 auf der Piste zeigte, aber er blieb nicht lange alleine.. Schnell rückten bis auf Gasly auch die restlichen Piloten aus, und neben Pérez und Stroll wagten auch Ocon, Ricciardo, Hamilton und Bottas den ersten Versuch auf den Medium-Reifen. Die erste Rundenzeit des zweiten Quali-Segments stellte Russell mit 1:15,698 min auf, der Brite wurde aber schnell durchgereicht.

Hamilton setzte sich mit 1:14,261 min an die Spitze vor Bottas und Vettel, dem bereits 0,870 sec auf die Bestzeit fehlten sowie Verstappen, der sich zuvor über seinen Motor und die Reifen beschert hatte. Der Niederländer war zu diesem Zeitpunkt 17 Tausendstel langsamer als Vettel und fast neun Zehntel langsamer als Spitzenreiter Hamilton.

Die beiden Racing-Point-Piloten hatten die Piste für sich, weil sie noch einmal einen Versuch unternahmen, als alle anderen Fahrer an die Box abbogen. Gasly befürchtete einen Motorschaden, der Franzose hatte schon das erste freie Training komplett verpasst, weil ein Motorproblem aufgetaucht war. Dem Pechvogel wurde mitgeteilt, dass man das Problem kurzfristig nicht lösen könne, damit war das Qualifying für ihn gelaufen.

Weniger Sorgen hatten die beiden Renault-Piloten, deren Versuch auf der mittelharten Reifenmischung nicht wie gewünscht verlief, Riccardo besetzte nach dem ersten Versuch Platz 10, Ocon musste sich gar mit Platz 14 begnügen. Nur Rookie Latifi war auf seiner persönlich besten Q2-Runde noch langsamer geblieben als der frühere Mercedes-Zögling.

Dabei blieb es auch, die beiden belegten die Plätze 14 und 15, auch Ricciardo (P11), Russell (P12), Albon (P13) gehörten zur zweiten Verlierer-Gruppe. Letzterer beschwerte sich über Boxenfunk beim Team, weil er mitten in den Verkehr geschickt worden war. Hamilton durfte sich hingegen mit 1:14,261 min über die Q2-Bestzeit freuen. Bottas, Verstappen, Leclerc, Norris, Vettel, Stroll, Sainz, Pérez und Gasly folgten auf den weiteren Positionen. Die Einzigen, die bis zum Schluss auf die mittelharte Mischung setzten, waren die Racing-Point-Fahrer.

Q3: Mercedes-Duo in einer eigenen Liga unterwegs

Bis auf Gasly machten sich alle Q3-Teilnehmer schnell auf, um im entscheidenden Kampf um die Startplätze eine gute Runde hinzubekommen. Hamilton verlor keine Zeit, und setzte mit einem neuen Rundenrekord über 1:13,613 min ein Ausrufezeichen. Pérez wurde hingegen die erste Rundenzeit gestrichen, weil er in der vierten Kurve zu weit neben die Strecke geriet.

Verstappen, der sich über seinen Motor beschwerte, schaffte es beim ersten Versuch nur hinter Stroll auf Platz 4. Dahinter hatten sich Norris, Sainz, Vettel und Leclerc eingereiht, Pérez und Gasly, die keine gezeitete Q3-Runde gedreht hatten, folgten auf den letzten beiden Top-10-Rängen. Vettel war der Erste, der einen weiteren Run unternahm, der vierfache Champion reihte sich auf Platz 4 ein - sein Teamkollege Leclerc musste sich mit dem 5. Platz begnügen.

Doch noch war das letzte Wort nicht gesprochen, denn der Rest des Q3-Feldes folgte in den letzten Minuten dem Beispiel des Deutschen. Während erneut einige Regentropfen fielen, kämpften die Fahrer um die Plätze hinter dem Mercedes-Duo, das in einer eigenen Liga unterwegs war und den Kampf um die Pole unter sich ausmachte.

Hamilton verbesserte sich auf 1:13,447 min und sicherte sich damit den wichtigen ersten Startplatz auf dem überholfeindlichen GP-Kurs. Bottas folgte mit einer Zehntel Rückstand auf dem zweiten Platz vor Stroll, Pérez, Vettel, Leclerc, Verstappen, Norris, Sainz und Gasly.

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Lewis Hamilton: Hunger auf mehr als Formel 1

Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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