Der Mann des Tages beim 105. Indy 500: Der 46jährige Brasilianer, der als vierter Rennfahrer seinen vierten Sieg beim Traditionsrennen einfuhr. Die Piloten mit Formel-1-Erfahrung waren chancenlos.
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"Spider Man" ist zurück: Der Brasilianer Helio Castroneves kletterte nach seinem fabelhaften Indy-500-Triumph an den Zäunen des Indianapolis Motor Speedway herum, als wäre er nicht reife 46 Jahre alt, sondern so jung wie seine direkten Gegner Alex Palou (24) aus Spanien oder Pat O’Ward (22) aus Mexiko.
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Das Rennen fand vor rund 135.000 Zuschauern statt, das entspricht einem Drittel der vollen Kapazität. Das Indy 500 ist damit seit Ausbruche der Corona-Pandemie die grösste Publikumsveranstaltung der Welt. Castroneves – Ex-Penske-Fahrer, heute Teilzeit-Pilot von Meyer Shank – konnte das Rennen zum vierten Mal gewinnen, nach 2001, 2002 und 2009. Das hatten vor ihm nur drei Piloten geschafft: A.J. Foyt (1961, 1964, 1967 und 1977), Al Unser sr. (1970 und 1971, 1978 und 1987) sowie Rick Mears (1979, 1984, 1988 und 1991), also seit dreissig Jahren niemand mehr. Schön, dass alle bisherigen Vierfach-Sieger vor Ort waren, um die tolle Leistung von Castroneves zu sehen. Castroneves ist mit 46 Jahren und 20 Tagen der viertälteste Sieger des Indy 500, nach Al Unser senior (1987, mit 47 Jahren und 360 Tagen), Bobby Unser (1981, 47/93) und Emerson Fittipaldi (1993, 46/169).
Mit einer ganz starken Schlussphase mischte sich gegen Ende des 500 auch noch Simon Pagenaud in den Kampf um den Sieg ein, zuvor sah alles nach einem Dreikampf Palou, Castroneves, O’Ward aus. Aber der alte Fuchs Castroneves machte an diesem Tag alles richtig.
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Keine Siegchance hatten dieses Mal die Piloten mit Formel-1-Erfahrung. Ex-Haas-Testfahrer Santino Ferrucci wurde Sechster, der zweifache Indy-500-Sieger Juan Pablo Montoya wurde Neunter (Siege 2000 und 2015).
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Die beste Siegchance aus dem Formel-1-Umfeld hatte McLaren, die nicht nur Neunte wurden mit Montoya, sie hatten mit Patricio O’Ward auch einen Mann im Spitzenfeld dabei. Letztlich waren es Nuancen bei Abstimmung und Reifenverschleiss, die dazu führten, dass der Mexikaner den Speed von Castroneves, Palou und Pagenaud zum Schluss nicht mehr mitgehen konnte. Dennoch: Rang 4 darf sich für den früheren Red Bull-Junioren sehen lassen. Weitere Formel-1-Fahrer im Einsatz: Der langjährige Sauber-Fahrer Marcus Ericsson wurde Elfter, der zweifache Indy-Sieger und Honda-Pilote Takuma Sato (Triumph 2017 und 2020) blieb ungewohnt blass und landete auf Rang 14. Ex-GP-Fahrer Max Chilton schwamm anonym mit und belegte am Ende Rang 24. Haas-Reservist und GP-Fahrer Pietro Fittipaldi landete auf Rang 25, der frühere Toro-Rosso-Fahrer Sébastien Bourdais, vierfacher IndyCar-Champion, kam nie auf Touren und wurde nur 26. Ex-Marussia-Fahrer Alexander Rossi hatte Pech, dass ihm bei einem Boxenstopp der Motor abstarb, er verlor eine Runde und wurde 29, damit einen Rang vor der früheren Schweizer Sauber-Testfahrerin Simona de Silvestro, die 31. wurde, der dritter Wettbewerber, der die Zielflagge nicht sah.
Indy 500 2021 01. Helio Castroneves (BR), Meyer Shank Racing, 200 Runden 02. Alex Palou (E), Chip Ganassi Racing, 0,492 Sekunden zurück 03. Simon Pagenaud (F), Team Penske, 0,562 zur. 04. Patricio O’Ward (MEX), Arrow McLaren SP, 0,940 05. Ed Carpenter (USA), Ed Carpenter Racing, 1,242 06. Santino Ferrucci (USA), Rahal Letterman Lanigan Racing, 9,087 07. Sage Karam (USA), Dreyer & Reinbold Racing, 13,435 08. Rines van Kalmthout (NL), Ed Carpenter Racing, 14,231 09. Juan Pablo Montoya (COL), Arrow McLaren SP, 14,880 10. Tony Kanaan (BR), Chip Ganassi Racing, 15,442 11. Marcus Ericsson (S), Chip Ganassi Racing, 16,516 12. Josef Newgarden (USA), Team Penske, 22,304 13. Conor Daly (USA), Ed Carpenter Racing, 22,692 14. Takuma Sato (J), Rahal Letterman Lanigan Racing, 23,295 15. J.R. Hildebrand (USA), A.J. Foyt Enterprise, 23,527 16. Colton Herta (USA), Andrett Autosport/Curb-Agajanian, 28,802 17. Scott Dixon (NZ), Chip Ganassi Racing, 28,641 18. Jack Harvey (GB), Meyer Shank Racing, 40,157 19. Marco Andretti (USA), Andretti Herta-Haupert, 40,359 20. Scott McLaughlin (NZ), Team Penske, 40,833 21. James Hinchcliffe (CDN), Andretti Steinbrenner, 40,846 22. Ryan Hunter-Reay (USA), Andretti Autosport, 41,576 23. Dalton Kellett (CDN), A.J. Foyt Enterprises, 199 Runden 24. Max Chilton (GB), Carlin, 199 25. Pietro Fittipaldi (BR), Dale Coyne Racing, 199 26. Sébastien Bourdais (F), A.J. Foyt Enterprises, 199 27. Felix Rosenqvist (S), Arrow McLaren SP, 199 28. Ed Jones (UAE), Dale Coyne Racing, 199 29. Alexander Rossi (USA), Andretti Autosport, 198 30. Will Power (NZ), Team Penske, 197 31. Simona de Silvestro (CH), Paretta Autosport, 169 (Dreher) 32. Graham Rahal (USA), Rahal Letterman Lanigan Racing, 118 (Unfall) 33. Stefan Wilson (GB), Andretti Autosport, 32 (Dreher)
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