USA-GP in Austin (Texas): 18 verrückte Fakten

Von Mathias Brunner
Die Fahrer freuen sich aufs GP-Wochenende in den USA

Die Fahrer freuen sich aufs GP-Wochenende in den USA

Der Grosse Preis der USA ausserhalb von Austin (Texas) ist ein aussergewöhnlicher WM-Lauf. Lesen Sie 18 verrückte Fakten zum USA-GP und zur Rennstrecke Circuit of the Americas (COTA).

Der «Circuit of the Americas» (COTA) ist die erste US-Rennstrecke, die eigens für die Formel 1 gebaut worden ist – für angeblich rund 300 Millionen Dollar.

Zuvor war der US-amerikanische WM-Lauf ein Wandervogel: Die Formel 1 gastierte von Austin an neun Orten: Indianapolis Motor Speedway (1950–1960) und später von 2000–2007, Sebring (1959), Riverside (1960), Watkins Glen (1961–1980), Long Beach (1976–1983), Las Vegas (1981–1982), Detroit (1982–1988), Dallas (1984) sowie Phoenix (1989–1991). Kein Grosser Preis im Rahmen der Formel-1-WM hat eine solche Irrfahrt hinter sich.

Damit ist auch klar: Austin ist nach Dallas der zweite Grand Prix im US-Bundesstaat Texas. Und wo wir gerade dabei sind: Texas leitet sich ab von «tejas». Die ersten spanischen Siedler fanden die einheimischen Caddo-Indianer so umgänglich, dass sie sie Tejas nannten (Freunde).

Die Farben von Texas leiten sich so ab: Weiss steht für Reinheit, Blau für Loyalität, Rot für Mut. Der «Lone Star» (der einsame Stern) geht auf die ursprüngliche Flagge der Republik Texas zurück, auf der so genannten «Burnet Flag» (von 1836 bis 1839). Der Einzelstern als Symbol steht für die Unabhängigkeit von Texas von Mexiko sowie als Zeichen der Einigkeit für Gott, Staat und Vaterland.

Erste Siedler liessen sich in Austin 1835 nieder, aber die Stadt wurde erst 1839 offiziell gegründet – und hiess gar nicht Austin, sondern Waterloo!

Der Stadtname Austin geht auf den ersten Staatssekretär zurück, Stephen F. Austin (1793–1836).

Eine Eigenheit der COTA-Rennstrecke: Gewisse Abschnitte erinnern an europäische Traditionspisten. Die Bergaufpassage zur ersten Kurve an den früheren Österreichring, die schnellen Richtungswechsel in den Kurven 4 bis 6 ähneln dem Maggots-Becketts-Komplex in Silverstone. Der dritte Sektor ist ein eher technischer Abschnitt, ähnlich dem Motodrom in Hockenheim, und es gibt eine Passage wie das Senna-S in Interlagos.

Lewis Hamilton ist der einzige aktuelle Fahrer, der auf mehr als einer US-amerikanischen Strecke gewonnen hat. Der Brite feierte den zweiten Sieg seiner Karriere 2007 in Indianapolis und seinen 21. GP-Triumph 2012 in Austin. Hamilton gewann auf dem COTA auch von 2014 bis 2017.

Kein US-amerikanischer Rennfahrer hat je den Grossen Preis der USA gewinnen können.

Austin ist nicht nur das Heim des USA-GP sondern auch von einer der grössten Fledermaus-Kolonien der Welt. Jeden Abend schwärmen 1,5 Millionen mexikanischer Fledermäuse aus, die unter der «Congress Avenue Bridge» wohnen. Ein Spektakel, das von unzählichen Touristen verfolgt wird.

Austin (Motto: «Keep Austin Weird» – bewahrt Austin merkwürdig) ist eine junge Stadt, mit 55.000 Studenten und mehr als 200 Live-Musikklubs. Jedes Jahr finden in Austin mehrere Musikfestivals aller Art statt. Die Stadt selber nennt sich unbescheiden «Livemusik-Hauptstadt der Welt».

Alle vier bisherigen Formel-1-Sieger auf dem Circuit of the Americas sind noch immer im Startfeld zu finden: Hamilton, Vettel, Räikkönen und Bottas.

Alle Formel-1-Sieger auf dem COTA sind aus der ersten Startreihe losgefahren.

Bei bisher allen Grands Prix auf der texanischen Rennstrecke stand der Mann von Pole-Position später auf dem Siegerpodest.

Die grösste Aufholjagd auf dem COTA zeigte 2018 Max Verstappen: Vom 18. Platz losgeprescht, wurde der Niederländer toller Zweiter.

Nur 2015 wurde das Rennen von Regen beeinträchtigt.

Zwei Mal fiel die Fahrer-WM-Entscheidung auf dem Circuit of the Americas – 2015 und 2019, jeweils zu Gunsten von Lewis Hamilton.

Circuit of the Americas: Die Sieger

2012: Lewis Hamilton (GB), Mercedes
2013: Sebastian Vettel (D), Red Bull Racing
2014: Lewis Hamilton (GB), Mercedes
2015: Lewis Hamilton (GB), Mercedes
2016: Lewis Hamilton (GB), Mercedes
2017: Lewis Hamilton (GB), Mercedes
2018: Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari
2019: Valtteri Bottas (FIN), Mercedes

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