FOTA: Die Mutter aller Sitzungen

Von Paolo Bombara
Formel 1
Kann Ferrari-Chef Luca Montezemolo die FOTA überzeugen?

Kann Ferrari-Chef Luca Montezemolo die FOTA überzeugen?

Heute muss sich zeigen, wie standfest die Formel-1-Teamvereinigung (FOTA) wirklich ist.

Heute Mittwoch, 6. Mai 2009, findet nicht einfach nur eine Sitzung der Formel-1-Teamvereinigung (FOTA) statt. Vor den Teamchefs steht vielmehr die Mutter aller Sitzungen, eine wahre Zerreissprobe.

Denn so sehr die FOTA-Mitglieder gegen aussen Einigkeit beteuern, so tief gehen inzwischen Risse in ihrem Bündnis.

Budget-Deckel, KERS und die Diffusoren-Affäre haben die Allianz geschwächt, und heute muss sich zeigen, wie stark die FOTA als dritte Kraft in der Formel 1 neben dem FIA-Präsidenten Max Mosley und «Mr. Formula One» Bernie Ecclestone wirklich ist.

Thema Budget-Deckel: Ferrari-Chef und FOTA-Vorredner Luca Montezemolo ist strikte gegen das limitierte Budget, einige FOTA-Mitglieder sind jedoch dafür. Sir Frank Williams will die anderen Teamchefs dazu überreden, ebenfalls unter dem Budget-Deckel anzutreten, was für so grosse Teams wie Ferrari und Toyota (je rund 800 Mitarbeiter) innerhalb weniger Monate schmerzhaft umzusetzen ist.

Thema KERS: Den meisten ist die Energie-Rückgewinnung ein Dorn im Auge, man würde das «kinetic energy recorvery system» am liebsten ins Pfefferland schicken, aber ein Hersteller wie BMW liebäugelt mit der Vergabe des FIA-Auftrags für ein standardisiertes KERS für 2010.

Thema Diffusoren: Das Urteil der FIA hat die FOTA zerstritten zurück gelassen. Die aufsteigenden Enden des Bodens von BrawnGP, Toyota und Williams für legal zu erklären, hat alle anderen in Zugzwang gebracht. Alle müssen technisch nachlegen, für einige wird der WM-Zug dabei abdampfen.

Luca Montezemolo wird es nicht leicht haben, Stimmung gegen die FIA zu machen: Ferrari hat seit Jahren eine Sonderstellung genossen, viele umstrittene FIA-Entscheidungen sind zu Gunsten Ferraris und zu Ungunsten der Ferrari-Gegner ausgefallen, das haben einige Teamchefs nicht vergessen. Kommt es gar zur Zerreissprobe mit dem Verband und FOTA-Chef Montezemolo holt das alte Gespenst einer Herstellerserie aus dem Keller, könnte er sich mit verblüffend wenigen Mitstreitern wiederfinden. Denn keiner kann sagen, wie lange die Hersteller Renault, Toyota oder BMW noch in der Formel 1 sind.

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