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McLaren-Teamchef Whitmarsh: «Kein Heureka-Moment»

Der neue McLaren-Renner trägt die Nase höher als sein Vorgänger, eine Stufennase hat der Neuste aus dem Traditionsrennstall trotzdem nicht bekommen.

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Schon bei der Einfahrt ins McLaren Technology Centre erkennt der Besucher auf den ersten Blick: Hier spielt die Technik zwar die Hauptrolle, die Optik wird deswegen aber nicht vernachlässigt. Eine halbe Stunde später ist klar: Diese Haltung spiegelt sich nicht nur in Nebensächlichkeiten, wie etwa den exakt gestutzten Rasenflächen, sondern auch im neuen Formel-1-Renner, der ganz der Tradition folgend auf den Namen MP4-28 getauft wurde.

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Als Sergio Pérez und Jenson Button bei der Präsentation ihres neuen Dienstwagens den Schleier lüfteten, fiel den Puristen unter den Anwesenden ein Stein vom Herzen: Auch diesmal verzichteten die McLaren-Ingenieure auf die hässliche Stufe in der Fahrzeugnase, die der Konkurrenz im Vorjahr viele kritische Stimmen einbrachte – allerdings nur vordergründig: Denn McLaren machte vom reglementarischen Recht gebrauch, die hässliche Stufe mit einem Teilchen zu überbrücken.

Mit dieser kleinen Schönheits-OP lässt sich die programmatische Hochnäsigkeit der heutigen Formel-1-Boliden noch weiter auf die Spitze treiben. Wir erinnern uns: Schon im vergangenen Jahr wanderte die überraschend tiefe Fahrzeugnase des MP4-27 immer höher, damit mehr Luft unter das Auto geführt und so mehr Abtrieb erzeugt werden konnte.

Es ist nicht die einzige Neuerung, die der MP4-28 im Vergleich zu seinem Vorgänger erfahren hat, auch setzen die Ingenieure – genau wie Ferrari – bei der Vorderradaufhängung nun auf das Zugstreben-System. "Die grossen Heureka-Momente gibt es in der Formel 1 mittlerweile kaum noch, wir haben harte Detailarbeit geliefert und unser Vorjahres-Auto weiterentwickelt. Es ist keine Revolution", stapelt Teamchef Martin Whitmarsh tief.

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Und Geschäftsführer Jonathan Neale pflichtet ihm bei: "Es handelt sich hier um eine Evolution. Wir haben uns für kleine, aber riskante und zugleich vielversprechende Änderungen entschieden. Die Arbeit an einem Formel-1-Auto ist eine fortlaufende High-Speed-Entwicklungsarbeit, das aktuelle Auto jeweils nur eine Momentaufnahme. Wir entwickeln die Fahrzeuge immer weiter, und ich rechne damit, dass wir wie im vergangenen Jahr wieder von Rennen zu Rennen eine Zehntelsekunde gewinnen können."

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Technischer Steckbrief MP4-28

Monocoque

McLaren-Eigenbau aus Kohlefaser mit Crash-Strukturen seitlich und vorne

Vorderrad-Aufhängung

Zugstrebe

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Hinterrad-Aufhängung

Zugstrebe

Elektronik

McLaren Electronic Systems. Für Chassis- und Motoren-Überwachung, Daten-Generierung, Dashboard, Alternator, Sensoren, Datenanalyse und Telemetrie

Reifen

Pirelli P Zero (Einheitsausrüster)

Funkanlage

Kenwood

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Felgen

Enkei

Bremsanlage

Akebono

Batterien

GS Yuasa Corporation

Motor

Mercedes-Benz FO 108F: 2,4 Liter, 8 Zylinder, max. 18.000 Umdrehungen/min, 90 Grad Zylinderwinkel, 32 Ventile. Gewicht: 95 kg (reglementarisches Minimum)

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Getriebe

McLaren-Eigenbau-Gehäuse aus Kohlenfaser inkl. Crash-Struktur, 7 Gänge, 1 Rückwärtsgang

KERS

Mercedes-Benz

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