Was können Fernando Alonso und Ferrari wirklich?

Von Rob La Salle
Formel 1
Fernando Alonso im Ferrari

Fernando Alonso im Ferrari

Einschätzung von Ferrari-Chefdesigner Nikolas Tombazis. Was für den Griechen feststeht, wo Fragezeichen stehen.

Der 44-Jährige Athener Nikolas Tombazis ist auf den Formel-1-Saisonbeginn so gespannt wie Millionen von Grand-Prix-Fans.

«Gemessen an der Situation vor einem Jahr», beginnt der Chefdesigner des Formel-1-Rennstalls Ferrari, «steht für mich nur eines fest – wir beginnen auf einem höheren Niveau. Das ist allerdings auch nicht schwierig, weil vor anfangs 2012 mit grossen Problemen zu kämpfen hatten.»

«Im vergangenen Jahr haben unsere Gegner effizienter entwickelt, besonders nach der Sommerpause. Das darf sich nicht wiederholen.»

«Mit der Winter-Testarbeit sind wir zufrieden – die ganzen frischen Entwicklungen haben so eingeschlagen, wie wir uns das erhofft hatten. Auch das Evo-Paket für den Saisonauftakt in Melbourne funktioniert wie erwartet. Ich könnte nicht behaupten, dass wir grössere Schwierigkeiten gehaben hätten.»

«Dennoch fällt es auch mir schwer, das Kräfteverhältnis einzuschätzen. Daher bleibe ich etwa vage, wenn ich sage – die konkurrenzfähigsten Teams, neben Ferrari, sind Red Bull Racing, McLaren, Lotus und Mercedes.»

«Wer genau vorne liegt, lässt sich kaum abschätzen. Was ich aber mit Sicherheit sagen kann: Wer nicht auf hohem Niveau beginnt und einen überdurchschnittlichen Entwicklungs-Rhythmus halten kann, der darf sich keine Titelhoffnungen machen.»

Die beiden Schwerpunkte gemäss Tombazis: «Das Thema Auspuff-Ausrichtung wird uns noch eine Weile begleiten, hier bietet sich nach wie vor Entwicklungs-Spielraum.»

«Am Wichtigsten wird die Nutzung der Reifen bleiben, und um das sicherzustellen, haben wir beispielsweise die Simulations-Instrumente für die verschiedenen klimatischen Bedingungen verbessert. Man muss es schaffen, die Reifen im optimalen Betriebsfenster zu halten, wobei hier kleinste Temperaturunterschiede der Luft und der Strecke grosse Auswirkungen haben können, ohne gleichzeitig die Abstimmung des Fahrzeugs auf den Kopf stellen zu müssen. Den Reifen-Abbau in den Mittelpunkt zu stellen, ist wichtiger, als im Abschlusstraining eine möglichst schnelle Runde hinzulegen.»

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