Rosberg: «So geht es natürlich nicht»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Nico Rosberg: «Es wurde immer schlimmer»

Nico Rosberg: «Es wurde immer schlimmer»

Vorjahres-Sieger Nico Rosberg musste beim dritten Saisonlauf in China eine bittere Pille schlucken. Der Mercedes-Pilot klagte den Journalisten nach dem Rennen sein Leid.

Mit grossen Hoffnungen war Nico Rosberg auf dem Shanghai International Circuit in den dritten WM-Lauf gestartet. Der Mercedes-Pilot hatte sich im Qualifying zwar mit dem vierten Startplatz begnügen müssen, während Teamkollege Lewis Hamilton die Pole-Position erobern konnte. Trotzdem hatte er nach dem Stechen um die Startaufstellung zuversichtlich zu Protokoll gegeben: «Beim morgigen Rennen wird das Thermometer etwas weiter nach oben klettern, und ich bin gut gerüstet.» Auch in der Startaufstellung erklärte er noch hoffnungsvoll: «Da geht einiges, mein Auto fühlt sich super an und das ist auch mein Wetter heute.»

Rosbergs Laune änderte sich ziemlich schnell nach dem Start. Der Spross des 1982er-Weltmeisters Keke Rosberg kämpfte von den ersten Metern an mit seinem Dienstwagen. In der vierten Kurve rasierte sich Toro-Rosso-Pilot Daniel Ricciardo am Heck des Silberpfeil-Piloten auch noch die linke Frontflügel-Endplatte ab. Der 27-jährige Wersauer beschreibt: «Es hat hinter mir gequalmt, da hat wohl einer seinen Frontflügel gegen meinen Reifen gedrückt.»

In der 22. Runde stellte Rosberg seinen Dienstwagen schliesslich in der Garage ab: Ein Stabilisator-Bruch machte ein Weiterkommen unmöglich, wie Rosberg beschreibt: «Mein Auto untersteuerte die ganze Zeit, es fühlte sich eigenartig an, und nach dem Boxenstopp wurde es noch schlimmer.» Doch damit nicht genug: «In den Kurven war dann plötzlich mein inneres Vorderrad jeweils komplett in der Luft. So geht es natürlich nicht, ich musste abstellen.» Keine fünf Minuten nach dem enttäuschenden Aus vermutete der Blondschopf schon: «Wenn es die Vorderreifen in der Mitte der Kurve hochzieht, muss hinten ein Stabilisatorschaden vorliegen.»

Für Rosberg ist es schon der zweite Ausfall im dritten Rennen: In Melbourne hatte er seinen Mercedes wegen eines Elektronik-Defekts abstellen müssen. Er seufzt: «Es wird halt immer schwieriger, diesen Rückstand wieder aufzuholen, denn die anderen gehen ja offenbar nicht kaputt. Es ist eine Schande, denn das ganze Wochenende hatte sich das Auto besser angefühlt.»

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