Toter Streckenposten: Gedenkfeier in Silverstone

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Die Streckenposten in Silverstone planen eine Gedenkfeier

Die Streckenposten in Silverstone planen eine Gedenkfeier

Beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone werden die Streckenposten ihres in Montreal tödlich verunglückten Kollegen gedenken.

Die Formel-1-Fahrer und Teams bekundeten der Familie und den Freunden ihr Beileid bereits via Twitter, die Streckenposten in Silverstone planen nach dem Rennen am Sonntag eine Gedenkfeier für den beim Grand Prix von Kanada tödlich verunglückten Marshal abzuhalten.

Der 38-Jährige war am Sonntag nach dem Rennen in Montreal von einem Kranwagen überrollt worden, der den gestrandeten Sauber von Esteban Gutiérrez in die Box zurückbringen sollte. Später war er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Laut der Canadia Press hieß der Mann, dessen Name zunächst ungenannt bliebt, Mark Robinson und war freiwilliger Helfer des Automobile Club de l'Ile Notre Dame. Seine Freunde beschreiben ihn als einen begeisterten Formel-1-Fan.

«Die Formel 1 war für ihn, als ob er ein Mal im Jahr die Chance bekam, als Roadie bei den Rolling Stones zu arbeiten», sagte sein langjähriger Freund Marty Devey der Zeitung. «Er dachte daran, er sprach darüber. Eigentlich war er ein sehr ruhiger Mensch, wenn man aber mit ihm über die Formel 1 redete, dann hörte er gar nicht mehr auf. Er freute sich jedes Jahr auf den Grand Prix.»

Jean Todt: «Der Schmerz vereint uns alle»  

FIA-Präsident Jean Todt gab eine offizielle Erklärung im Namen der Motorsportbehörde heraus, in der er der Familie und den Freunden ebenfalls sein Beileid aussprach. «Diese Tragödie hat uns tief getroffen und der gesamte Motorsport ist zutiefst berührt», schrieb Todt. «Indem er sich als Streckenposten zur Verfügung stellte, hatte er beschlossen, uns seine Zeit zu schenken, sein Wissen und seine Leidenschaft für den Motorsport.»

Nur Männer und Frauen wie er würden den Motorsport überhaupt möglich machen, so Todt weiter. «Ohne diese Tausende Freiwillige, die sich selbstlos einsetzen, gäbe es keinen Motorsport. Ich und die FIA möchten den Schmerz über seinen Tod mit allen teilen, ein Schmerz, der uns heute alle vereint.»

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