Pole für Hamilton: Nach zwei Ohrfeigen bitter nötig!

Von Mathias Brunner
Formel 1
Pole-Position auf dem Nürburgring, und das auch noch als Silberpfeil-Schütze: Das ist für Lewis Hamilton reines Balsam auf die zweifach geschundene Seele.

Lewis Hamilton war geknickt zum Nürburgring gekommen: Er hat sich (wieder einmal) von seiner Freundin Nicole Scherzinger getrennt, oder, exakter, andersrum. Die englischen Boulevard-Journalisten glauben zu wissen – die Sängerin eröffnete ihm die Hiobsbotschaft, kurz bevor Lewis eigentlich einen Heiratsantrag deponieren wollte! Das würde jeden Mann niederschmettern. Dazu kam das Pech in England: Nach der Bestzeit im Training war Lewis der erste Fahrer im Rennen, den ein Reifenplatz ereilte. Hamilton kämpfte sich anschliessend wie ein Löwe zu Rang 4 hoch, durfte also noch nicht mal aufs Siegerpodest, und dort stand ganz oben ausgerechnet der Feind im eigenen Lager, Nico Rosberg. Und das auf Lewis’ Heimstrecke, Autsch! Alle diese Faktoren bedeuteten: Hamilton kam am Mittwoch in einer Stimmungslage zum Ring, die zu den dunkeln Wolken um die Nürburg herum passte. 72 Stunden später ist alles anders.

29. Pole-Position für Lewis Hamilton – damit steht der Engländer in Sachen bester Trainingszeiten auf einer Stufe mit der Mercedes-Rennlegende Juan Manuel Fangio (auf Platz 7 der ewigen Bestenliste). Zum dritten Mal dieses Jahr ist Lewis nun der schnellste Mann im Abschlusstraining (nach China und England), es ist auch die zweite Pole-Position innerhalb von einer Woche (nach Silverstone). Lewis Hamilton ist der Mann der Stunde!

Lewis: «Ich muss zugeben – ich bin überwältigt. Heute Morgen war ich meilenweit von einer guten Zeit entfernt und fühlte mich im Wagen überhaupt nicht wohl. Wir haben das komplette Auto umgebaut, und auf einmal passte alles! Das Team hat sich wirklich reingehängt, die ganze Plackerei hat sich ausgezahlt, das freut mich sehr.»

«Ich habe gehörigen Respekt vor dem Renn-Rhythmus, den die Red-Bull-Racing-Renner anschlagen können, aber ich werde am Sonntag versuchen, ihnen das Leben so schwer als möglich zu machen.»

«Die Piste hat sich unheimlich entwickelt, wie man bei Nico gesehen hat, für den es ganz knapp nicht gereicht hat. Das tut mir leid für ihn, weil er zuvor mindestens auf meinem Niveau gefahren ist. Also kann sich jeder ausrechnen, dass er ein Wörtchen um die Pole hätte mitreden können.»

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