Toro Rosso: Wieso zwei neue Fahrer kein Thema sind

Von Mathias Brunner
Formel 1
Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost (rechts) hat die Qual der Wahl

Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost (rechts) hat die Qual der Wahl

Noch ist ungewiss, wer 2014 für das Formel-1-Nachwuchsteam von Red Bull fährt. Fest steht aber: Es werden keinesfalls zwei neue Fahrer sein.

Ende 2011 wurde bei der Scuderia Toro Rosso ausgemistet: Der Westschweizer Sébastien Buemi und der Spanier Jaime Alguersuari mussten den Helm nehmen. Seither arbeitet Buemi als Test- und Ersatzfahrer der beiden Red-Bull-Rennställe sowie im Simulator des Weltmeister-Teams, dazu als Langstreckenpilot bei Toyota. Seine Arbeit wird hoch geschätzt, Aussicht auf eine Rückkehr als GP-Pilot in Farben von Red Bull gibt es trotzdem nur dann, wenn sich ein Stammfahrer verletzten sollte. Alguersuari ist arbeitslos. 2012 erhielten der Australier Daniel Ricciardo und der Franzose Jean-Eric Vergne bei Toro Rosso eine Chance. Unklar ist nun, wohin ihr Weg führt.

Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost sagt: «Wir sind mit der Entwicklung beider Fahrer zufrieden.» Nachdem Mark Webber klar gemacht hat, dass er 2014 nicht mehr für Red Bull Racing fahren wird (der Australier wechselt zu Porsche), läuft die Nachfolge gemäss Teamchef Christian Horner und Red-Bull-Chefberater Dr. Helmut Marko auf drei Namen hinaus – Kimi Räikkönen, Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne.

Die Entscheidung, wer den zweiten Platz bei Red Bull Racing neben Sebastian Vettel erhält, beeinflusst direkt die Fahrerwahl bei Toro Rosso.

Sollte Kimi Räikkönen von Lotus zu RBR wechseln, ist der Weg für einen Junioren versperrt. Dann ist zu überlegen: Sollen Ricciardo und Vergne eine dritte Saison fahren? Oder soll einer davon durch den aufstrebenden Antonio Felix da Costa ersetzt werden? Und falls ja, welcher? Vergne hat derzeit mehr Punkte auf dem Konto als Ricciardo (13:11), aber der Australier wird in seinen Leistungen konstanter.

Sollte Kimi Räikkönen bei Lotus bleiben, stellt sich die Frage: Wer rückt an die Seite von Sebastian Vettel? Ricciardo oder Vergne? Entscheidend ist dabei nicht nur der WM-Punkte-Stand, sondern ein ganzer Anforderungs-Katalog wie Lernfähigkeit, Präzision der Aussagen bei der Arbeit mit den Ingenieuren, Rennintelligenz, purer Speed, Kampfstärke, Entwicklungs-Potenzial.

Als potentieller Nachfolger von Ricciardo oder Vergne bei Toro Rosso steht der Portugiese Antonio Felix da Costa in der Pole-Position. Bei Carlos Sainz junior aus Spanien und dem Russen Daniil Kvyat lautet das Urteil: Beide zeigen vielversprechende Ansätze, aber der Schritt zum Stammfahrer käme zu früh.

Eines wird es nach unseren Informationen mit Sicherheit nicht geben: Zwei neue Fahrer. Der Schritt in die neue Turbo-Ära ist schon riesig genug, da soll der Weg mit zwei unerfahrenen Piloten nicht noch steiniger werden.

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