Montezemolo: «Keine Nummer Eins mehr bei Ferrari»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Luca di Montezemolo befürchtet keinen Streit bei Ferrari

Luca di Montezemolo befürchtet keinen Streit bei Ferrari

Fernando Alonsos Zeit als unumstrittene Nummer Eins bei Ferrari sei mit der Ankunft von Kimi Räikkönen vorbei, sagt Luca di Montezemolo.

Michael Schumacher war der erste Fahrer bei Ferrari, der sich ausdrücklich ausbedungen hatte, dass er die Nummer Eins im Team sei. Eddie Irvine, Rubens Barrichello und auch Felipe Massa nahmen immer nur die zweite Rolle im Team ein. Nächstes Jahr werde sich das aber ändern, betont Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo. Mit Fernando Alonso und Kimi Räikkönen wird die Scuderia zwei Weltmeister im Team haben, von denen sicher keiner der Wasserträger des anderen sein wird.

«Ich mag dieses Nummer eins und Nummer zwei nicht», erklärte Montezemolo bei CNN. Die Hackordnung im Team würde sich durch die Leistungen der Fahrer von selbst ergeben meinte er und ist sicher, dass Räikkönen für Fernando Alonso ein großer Gewinn sein wird. «Fernando ist ein sehr, sehr guter Fahrer und ich bin glücklich, ihn im Team zu haben. Es frustriert mich nur, dass wir in den letzten Jahren nicht imstande waren, ihm ein Superauto zu geben.»

Natürlich würde der Spanier Rennen fahren, um zu gewinnen, aber «er fährt auch für Ferrari. Ferrari ist ein Team und ich will Fahrer, die als Teammitglied fahren, agieren und reagieren, nicht nur für sich selbst», betonte der 66-Jährige. «Beide haben viel Erfahrung und ich glaube, dass es auch in Alonsos Interesse ist, einen Fahrer im Team zu haben, der seine eigenen, Alonsos Gegner, schlagen kann. Ich brauche einen Fahrer, der Rennen gewinnen, oder zumindest unseren Hauptgegnern Punkte abnehmen kann.» Kimi Räikkönen werde dazu sicher in der Lage sein, ist Montezemolo sicher.

Insbesondere im Hinblick auf die massiven Regeländerungen 2014 sei Erfahrung gefragt, fuhr der Ferrari-Präsident fort. «Wenn man ein komplett neues Auto entwickeln muss, ohne sich auf das Auto aus dem Vorjahr stützen zu können, braucht man einen erfahrenen Piloten. Kimi hat immerhin 2007 die Weltmeisterschaft für uns gewonnen.»

Zweifel, dass zwei Platzhirsche im Team Probleme heraufbeschwören könnten, zerstreut Montezemolo. Eine Situation wie bei McLaren, als es zwischen Alonso und seinem damaligen Teamkollegen Lewis Hamilton gewaltig krachte, werde es sicher nicht noch einmal geben. «Ich will nicht sagen, dass sie alt sind...», lachte er. «Ich bin mir aber sicher, dass alles gutgehen wird.»

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