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Adrian Sutil: «Die fahren wie die Irren»

Adrian Sutil ist heilfroh, dass die Saison 2013 vorbei ist, denn nicht nur die Konkurrenten, auch sein eigenes Auto bereiteten dem Force-India-Piloten einiges Kopfzerbrechen.

Formel 1

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Mit 29 Punkten auf seinem Konto beendete Adrian Sutil seine Comeback-Saison auf Platz 13 der Fahrerwertung. Insgesamt vier Ausfälle hatte der Gräfelfinger in den 19 Rennen zu verzeichnen, in Korea musste er nach einer Kollision mit Mark Webber zwar auch frühzeitig aufgeben, wurde in der Wertung aber noch als 20. geführt. Und das war bei weitem nicht der einzige Feindkontakt, den Sutil im Laufe der Saison hatte. Auch beim letzten Rennen in Interlagos kam er sich mit McLaren-Pilot Sergio Pérez in die Quere.

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"Ich bin am Anfang leider etwas hinter Gutierrez festgesteckt. Dann hatte ich mit Perez Kontakt. Die Mexikaner sind gefahren wie die Wahnsinnigen", sagte Sutil, der als 13. die Punktränge wieder einmal knapp verpasste, bei Auto, Motor und Sport. "Das Problem war, dass Paul di Resta den Sauber von Gutierrez vor mir aufgehalten hat. Dadurch konnte Gutierrez auf der Gerade immer DRS einsetzen. So bin ich nicht vorbeigekommen. Hätte Gutierrez den Paul überholt, hätte ich wohl beide in 2 oder 3 Runden geschnappt."

Sein VJM06 sei in Brasilien aber auch nicht besonders gut gewesen, erzählte er weiter. "Wir hatten jedes Problem, das man haben kann: Untersteuern, Übersteuern - in langsamen Kurven, in schnellen Kurven. Man konnte auch durch die Verstellmöglichkeiten im Cockpit nicht viel machen. Letztendlich ist das Auto einfach eine Möhre. Da geht einfach nichts. Jetzt bin ich froh, dass ich das Auto los bin. Ich freue mich auf die Winterpause. Danach schauen wir mal, wo es weitergeht. 2014 wird mit dem V6 sowieso alles ganz anders werden."

Durch die umfangreichen Änderungen im Reglement, neuer Antriebsstrang, neue Aerodynamik-Regeln, neue Reifen, werde das Feld wohl wieder näher zusammenrücken, vermutet der 30-Jährige. "Im Moment ist es nur Red Bull langweilig. Sie haben diese Ära dominiert. Jetzt schauen wir mal, wer in der nächsten Ära die Nase vorne hat." Seine persönliche Leistung in der Saison 2013 bewertet Sutil aber als gut.

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"Ich denke, ich habe einen guten Job gemacht. Vielleicht mal hier und da ein Fehlerchen. Aber insgesamt war es in Ordnung. Von den Resultaten her haben wir viele gute Ergebnisse weggeschmissen - durch Pech, andere Fahrer oder auch durch die verkorksten Pitstops am Anfang des Jahres", resümiert er. "So etwas habe ich noch nie erlebt. Da ging uns extrem viel durch die Lappen. Da habe ich persönlich mindestens 30, 35 Punkte oder mehr weggeschmissen. Das Auto war echt stark am Anfang. Aber so etwas ist auch ein Problem von kleinen Teams: Wenn die Chance plötzlich da ist, dann muss man damit erst einmal zurechtkommen. Das ist nicht so einfach, wenn man nie vorne fährt."

Auf alle Fälle sei aber Platz 6 von Force India in der Konstrukteurswertung gut, betont Sutil. "Das war wichtig. Das war das Ziel. Das haben wir zum Glück noch hinbekommen. Da können wir stolz drauf sein." Noch so eine Saison möchte er aber nicht mehr erleben. "Ich will auf jeden Fall nach oben. Das macht keinen Spaß mehr, hinten rumzueiern. Die sind da hinten alle wahnsinnig und fahren Dir nur ins Auto. Vorne hast Du weniger Probleme", spricht er die diversen Rangeleien an, die ihn womöglich einige gute Platzierungen gekostet haben.

"Es sind immer dieselben Piloten, die extrem am Limit oder über dem Limit fahren. Das ist teilweise sogar gefährlich. Ich habe nach dem Rennen mit Gutierrez geredet. Er hat das auch eingesehen. Das ist eigentlich ein vernünftiger Junge. Perez hat mir beim Überholen eine mitgegeben. Der ist mir einfach ans Rad gefahren. Das muss nicht sein", erklärt er. "Über Maldonado müssen wir nicht mehr reden. Der hat mich schon in der Formationsrunde angegriffen. Da habe ich gedacht: Jetzt ist alles vorbei. Und das nach der Aktion in Austin."

Mit dem Venezolaner zu reden, hat Adrian Sutil mittlerweile aufgegeben. "Mit manchen Fahrern ist es sinnlos zu reden. Er hat sich ja in Brasilien später auch noch gedreht. Das war wieder klar sein Fehler. Er hat dem Vergne einfach zu wenig Platz gelassen. Das war seine Schuld. Wenn man zu zweit in eine Kurve fährt, muss man dem anderen innen Platz lassen. Der kann sich ja nicht in Luft auflösen. Er hat sich dadurch gedreht und sollte sich darüber nicht beschweren."

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