Nach Kanada-GP: Für Sebastian Vettel wird’s kritisch!

Von Mathias Brunner
Formel 1
Für einige Fahrer wird’s langsam eng

Für einige Fahrer wird’s langsam eng

Nach nur sieben Grands Prix der Saison sind Formel-1-Champion Sebastian Vettel und Caterham-Fahrer Kamui Kobayashi akut strafgefährdet. Wir zeigen, wo die Fahrer in Sachen Technik stehen.

Die neuen Antriebseinheiten sind fragil, das haben allen voran die beiden Silberpfeil-Stars Lewis Hamilton und Nico Rosberg in Kanada schmerzlich erfahren müssen. Aber schon vor dem Kanada-GP sind einige Fahrer in jenen Bereich vorgestossen, an dem es für sie in Sachen Verbrauch der verschiedenen technischen Elemente kritisch wird. Besonders gefährdet sind Formel-1-Champion Sebastian Vettel und Caterham-Pilot Kamui Kobayashi. In beiden Rennern steckt die fünfte von fünf maximal erlaubten Steuereinheiten. Folgt in Österreich eine sechste, setzt es eine Strafe!

Die Tabelle des Italieners Gianluca Medeot (dem Verfasser eines Formel-1-Technikblogs) fasst zusammen, wer noch im grünen Bereich des Technikverbrauchs liegt, bei wem die Ampel schon auf Gelb steht oder gar auf Orange und Rot.

Generell darf ein Fahrer im Verlauf der ganzen Saison nur fünf Antriebseinheiten verwenden (bis Ende 2013 waren es acht Saugmotoren pro Saison). Jetzt wird es kompliziert – denn die Antriebs-Einheit wird in Sachen Reglement in sechs Elemente aufgeteilt:

– V6-Verbrennungsmotor




 (ICE, für internal combustion engine)
– Turbolader


 (TC, für turbo charger)
– MGU-K (steht für «motor generator unit – kinetic»; also der Generator für die kinetische Energie, die beim Bremsen gesammelt wird)

– MGU-H (steht für «motor generator unit – heat»; also der Generator für jene Energie, die beim Turbolader gesammelt wird)
– Batterie-Paket (ES, für energy storage)
– Kontroll-Elektronik für jedes einzelne dieser Elemente (CE, control electronics)

Sollte ein sechstes Element gebraucht werden (sagen wir: ein Turbolader muss ersetzt werden oder eine Steuereinheit der kinetischen Energierückgewinnung), so muss der betroffene Fahrer in der Startaufstellung um zehn Ränge zurück. Für jedes weitere sechste Element der verschiedenen Motorteile gibt es eine Fünf-Ränge-zurück-Strafe. Braucht ein Fahrer beispielsweise einen siebten Lader, dann gibt es erneut eine Zehn-Ränge-zurück-Strafe. Für jedes weitere siebte Element wieder die fünf Ränge.


Wichtig dabei: Erhält beispielsweise Toro-Rosso-Fahrer Vergne die Strafe «zehn Ränge zurück», er steht jedoch auf Startplatz 17 (von 22), dann muss er den Rest der Strafe beim folgenden GP absitzen (also dort um die restlichen fünf Ränge zurück). Das gilt insgesamt aber nur für maximal zwei GP-Wochenenden.

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