Briatore über Schumacher: «Keine guten Neuigkeiten»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Flavio Briatore macht sich Sorgen um Michael Schumacher

Flavio Briatore macht sich Sorgen um Michael Schumacher

Ex-Formel-1-Manager Flavio Briatore übt heftige Kritik an Ferrari und an der neuen Formel 1 im allgemeinen und, dass es über Michael Schumacher nichts Neues gebe, bedeute sicher nichts Gutes, vermutet er.

Ferrari stecke in einer tiefen Krise und hätte in diesem Jahr kaum noch Möglichkeit sich zu erholen, glaubt Flavio Briatore. «Außerdem zahlt Ferrari für den Standort. Maranello ist sicher nicht das Zentrum der Welt der Technologie, das ist England», meint der ehemalige Renault-Teamchef.

«Ich glaube, dass Ferrari momentan eine sehr, sehr schwierige Zeit durchmacht und das Team von Grund auf neu strukturiert werden muss. Falsche Leute? Nein, es ist eine Frage der Organisation. Wir wissen genau, wer die guten Leute sind und die kommen schwerlich nach Italien», erklärte der Italiener bei Radio 24.

Außerdem sei die Formel 1 nicht mehr die Formel 1, die er kenne, fuhr er fort. «Mir gefällt diese neue Formel 1 nicht. Das ist eine andere Formel 1, die einem gefallen kann oder auch nicht.» Ihm fehle nicht nur der gewohnte Motorenlärm, auch die Tatsache, dass Benzinsparen ein riesiges Thema sei hätte nichts mit der wahren Formel 1 zu tun.

«Dann sind da die Fahrer, die überholen, aber es sind künstliche Überholmanöver, denn sie klappen nur die Flügel runter und so kann jeder jeden überholen», bemängelte der 64-Jährige weiter. «Man überholt, wenn die Reifen des Vordermanns nachlassen. Der Fahrer zählt immer weniger. Es ist kein Sport der Gladiatoren mehr, es ist ein Sport der Buchhalter. Ein Pilot muss im Cockpit rechnen anstatt sportlich alles zu geben und das Rennen zu gewinnen.»

Auf die Frage, ob er etwas Neues über den Gesundheitszustand seines Freundes Michael Schumacher gehört habe, antwortete Briatore: «Es gibt keine Neuigkeiten, auch, weil sich die Familie sehr bedeckt hält. Sie teilt nichts mit. Dass es keine Neuigkeiten gibt, sind aber sicher keine guten Neuigkeiten.»

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