Jean Todt gibt sein FIA-Wahl-Programm bekannt

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Jean Todt will neue Strukturen schaffen

Jean Todt will neue Strukturen schaffen

Der ehemalige Ferrari-Geschäftsführer Jean Todt, Kandidat für das Präsidentenamt im Automobilweltverband FIA, verspricht eine Reorganisation des Managements.

Im Wahlkampf um die Nachfolge von FIA-Präsident [*Person Max Mosley*] legt [*Person Jean Todt*] nun seine Reorganisationspläne für die Führungsebene des Automobilweltverbands offen. Der 63-jährige Franzose verspricht, die Arbeitsweise des Managements zu prüfen und Beauftragte für die wichtigsten FIA-Meisterschaften einzusetzen.

Der ehemalige Ferrari-Teamchef und spätere Direktor, der gegen den früheren Rallye-Weltmeister [*Person Ari Vatanen*] antritt, betont in seinem Manifest Erschwinglichkeit, Wettbewerb, Innovation und Spitzenleistungen sowie Teamwork und Kooperation als Hauptanliegen seiner Wahlkampagne.

Zudem will Todt die FIA-Leitung transparenter gestalten und die Statuten überarbeiten: «In den nächsten vier Jahren muss die FIA ihre Stärken ausbauen und gleichzeitig das Management kosteneffizienter, zugänglicher und transparenter gestalten.»

Todts Vorschlag, für jede Weltmeisterschaft einen Verantwortlichen zu ernennen, der das Tagesgeschäft überblickt, schliesst auch die Formel 1 mit ein: «Der Beauftragte repräsentiert die FIA in sämtlichen, also auch kommerziellen, Fragen und erstattet dem Weltrat sowie sämtlichen relevanten Sportkommissionen Bericht.»

«Dieses Vertretersystem entlastet den FIA-Präsidenten und seinen Vertreter, so dass er sich auf die Leitung des Weltverbandes insgesamt konzentrieren kann», heisst es weiter.

Todt will zudem eine Gruppe schaffen, die den Rennkommissaren auf die Finger schaut sowie ein Disziplinar-Gremium ins Leben rufen, das anstelle des Motorsport-Weltrats alle Untersuchungen und Anhörungen überwacht. «Bisher spielte der Weltrat eine direkte Rolle bei den Untersuchungen und Entscheiden in Disziplinarfragen. Diese Fälle können zeitintensiv und umstritten sein. Ein Disziplinar-Gremium würde eine grössere Unterscheidung zwischen dem Disziplinarprozess und dem Weltverband garantieren, während es gleichzeitig dem Letzteren das letzte Wort in Sanktionsfragen zugesteht», ist er überzeugt.

«Wir haben mit vielen Mitgliedern aus dem Motorsport- und Mobilitätsbereich diskutiert und sind uns sicher, dass unser Team und unser Programm der FIA die Möglichkeit, ihre Strukturen zu modernisieren, eröffnet», gibt Todt sich siegessicher.

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