Wirft Renault das Handtuch?

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Renault will seine Motorenabteilung angeblich verkaufen

Renault will seine Motorenabteilung angeblich verkaufen

Seit Beginn der Saison steht Renault immer mehr unter Druck. Die Antriebseinheit der Franzosen zickt und die Teams beschweren sich. Zieht Renault nun die Konsequenzen und stößt die Motorenabteilung ab?

Ausgerechnet in Spielberg, beim Heimrennen auf dem Red Bull Ring, fiel Weltmeister Sebastian Vettel erneut dem unzuverlässigen Renault-Aggregat zum Opfer und Daniel Ricciardo wurde nur Achter. So weit hinten landete der Australier in diesem Jahr noch nie und zum ersten Mal schimpfte auch Red-Bull-Racing-Teamchef Christian Horner offen auf Renault. «Sieben Autos in den Top Ten haben einen Mercedes-Motor. Das sagt alles. Sogar Ferrari hat mehr Leistung gefunden als wir.» (Mehr dazu lesen SieHIER.)

Laut auto, motor und sport haben die Renault-Motoren gegenüber Mercedes ein Leistungsdefizit zwischen 40 und 70 PS und eine grundlegende Besserung ist nicht in Sicht. Da die Entwicklung der Motoren für die laufende Saison eingefroren ist und auch in Zukunft nur begrenzt weiter betrieben werden darf, ist eine Neukonstruktion des Aggregats nicht möglich. Daran, dass die FIA diese Regel lockert, um den Renault-Kunden eine Chance zu geben, auf Mercedes aufzuholen, glaubt keiner. «Das wird nicht passieren. Der Fokus liegt auf dem nächsten Jahr», sagte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko.

In Spielberg gab es laut der Zeitung nun sogar Gerüchte im Fahrerlager, dass Renault seine Motorenabteilung in Viry-Chatillon abstoßen wolle. Das Unternehmen würde mehr kosten, als erwartet und mehr als es einbringt. Renault würde etwa 50 Millionen Euro pro Saison zuschießen, der Rest würde von den Kunden getragen, die aber nicht alle pünktlich zahlen würden. Außerdem sei der Werbeeffekt sehr gering, momentan sogar negativ, da man ständig nur schlechte «schlechte Kritik und schlechte Presse» bekommt.

Wer würde das Werk aber kaufen wollen? Niki Lauda sieht kaum eine Möglichkeit, dass sich ein Interessent finden könnte. Frankreich ist seiner Meinung nach nicht gerade der beste Standort für ein Formel 1-Projekt. «In Frankreich arbeiten sie 37 Stunden die Woche, bei uns in England 43.»

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