Caterham: Massenentlassung – jeder Dritte gefeuert?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Verschwinden bei Caterham viele Mitarbeiter?

Verschwinden bei Caterham viele Mitarbeiter?

In England macht die Runde, dass es gestern beim Caterham-Rennstall in Leafield zu einer Massenentlassung gekommen sei. Angeblich soll jeder Dritte den blauen Brief erhalten haben.

In den sozialen Netzwerken brummt es, und der Anlass ist leider kein erfreulicher. Der freischaffende Journalist Dimi Papadopoulos meldet: «Ich habe gehört, es ist bei Caterham zu einer Massenentlassung gekommen – harte Zeiten.»

Das Team nimmt auf Anfrage von SPEEDWEEK.com zur angeblichen Entlassungswelle bislang keine Stellung. Das wird sich in Hockenheim ändern, wenn der neue Teamchef, der frühere holländische Formel-1-Pilot Christijan Albers, den Medienvertretern gegenüber treten muss.

Der neue Caterham-Berater Colin Kolles hatte jedoch schon vor gut zehn Tagen betont, auf lange Sicht könne Caterham nur dann überleben, wenn kräftig abgespeckt würde.

Der ehemalige Steuermann von Midland, Spyker und Force India (den verschiedenen Formen des einstigen Rennstalls von Eddie Jordan) sowie von HRT war als Berater der neuen Caterham-Investoren aus Arabien und der Schweiz an Bord gekommen. Seine Aufgabe: das Team am Leben erhalten und näher an die Konkurrenz heranbringen. Dabei würden jedoch sicher einige der Mitarbeiter auf der Strecke bleiben, warnte der gebürtige Rumäne von Anfang an.

«Ich ziehe es vor, 200 sichere Jobs zu haben als 300 verlorene», sagte Kolles in England. «Manchmal muss man eben unpopuläre Entscheidungen treffen.»

Kolles sparte nach der Übernahme des Teams von Flugunternehmer Tony Fernandes (AirAsia) nicht mit Kritik: Die bisherige Leitung sei «ein totales Chaos gewesen».

Einem Gerücht erteilte Kolles nochmals eine Absage: Dass Caterham nur gekauft worden sei, um seinem eigenen geplanten Team «Forza Rossa» den Weg in die Königsklasse zu ebnen. «Caterham hat die Zulassung und die kann man nicht so einfach übertragen. Wenn das Unternehmen nicht mehr existiert, dann verliert man auch die Zulassung», sagt Kolles.

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