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Strategie-Blödheit: Kimi Räikkönen verhöhnt Ferrari

Von Mathias Brunner
Nein, nein, Kimi du musst nicht nochmals raus ...

Nein, nein, Kimi du musst nicht nochmals raus ...

Und wieder hat sich Ferrari durch eine strategische Fehlentscheidung bis auf die Knochen blamiert. Leidtragender ist Kimi Räikkönen – im ersten Quali-Teil out!

Das ist mehr als peinlich: Weil es Ferrari versäumte, Kimi Räikkönen zum Schluss des ersten Abschlusstrainingsteils nochmals auf die Bahn zu schicken, musste der Finne nach Qauli 1 bereits den Helm abnehmen! Wie viele Fehler kann sich Pat Fry, der strategische Leiter am Kommandostand, eigentlich noch erlauben? Schon in England waren gleich beide Ferrari im ersten Quali-Segment gescheitert, Alonso und Räikkönen waren zur falschen Zeit auf die Bahn geschickt worden ...

Kimi Räikkönen setzt sich mit entsprechender Begeisterung zum Interview.

Kimi, wieso bist du zum Schluss des ersten Quali-Teils nicht mehr auf die Bahn gegangen?

Wir wollten das eigentlich tun. Ich hatte Mühe mit der härteren Reifenmischung, das war schon gestern so. Da kam ich mit der weicheren Mischung auch viel besser zurecht. Das Team sagte mir, meine Zeit auf harten Reifen würde reichen, um ins zweite Quali-Segment vorzustossen, dass ich nicht mehr auf die Bahn zu gehen brauche. Ich habe dann mehrfach nachgefragt, ob das auch wirklich so sei. Jedes Mal erhielt ich die Versicherung, alles sei okay. Das Ergebnis seht ihr nun.

Du bist immer so cool, aber du musst doch schäumen!

Das ist nicht gut für mich, das ist nicht gut fürs Team. Es werden Fehler gemacht hier, und es ist sowieso ein vermurkstes Jahr. Aber wozu soll ich nun herumbrüllen? Das macht den Fehler auch nicht rückgängig. Ich habe früher auch Fehler gemacht, und ich werde weitere machen. Wo gearbeitet wird, passieren nun mal Fehler. Aber es stimmt schon, da muss sich etwas ändern. Ferrari sollte solche Fehler nicht machen. Das ist ja nicht unbedingt unsere erste Saison.

Könntest du dich der Anweisung nicht widersetzen?

Ich könnte, aber ich muss doch dem Team vertrauen, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen. Ich kann ihre Einschätzung in Frage stellen, das habe ich ja auch getan, aber ich kann mich nicht immer gegen ihre Rat stellen. Aber Dinge müssen sich ändern. Wir haben Schwachstellen im System.

Was wäre heute möglich gewesen?

Bis zum Quali war es ein gutes Wochenende, ich hätte eine feine Position herausfahren können, zumal ich mich wie gesagt auf den weichen Reifen sehr wohlfühle.

Was ist von so weit hinten noch möglich?

Nicht viel. Das ist nicht unbedingt der einfachste Kurs, wenn es ums Überholen geht. Wenn wir üppig Topspeed hätten, wäre vielleicht was drin. Leider sind wir da auch nicht bei den Besten.

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