Fall Michael Schumacher: Neue Details zum Aktendieb
Der Dieb von Michael Schumachers Krankenakte ging nach seiner Tat in den Segel-Urlaub nach Ligurien. Ein Geständnis legte er vor seinem Selbstmord nicht ab.
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Das stundenlange Verhör des mutmasslichen Diebs von Michael Schumachers Krankenakte brachte kein Geständnis hervor. Doch die Beweise gegen das Führungsmitglied der Schweizer Rettungsflugwacht (REGA) sind erdrückend. So bot er die Patientendaten des Rekord-Weltmeisters von seinem Dienstcomputer aus verschiedenen Medien für 60.000 Franken (rund 50.000 Euro) an. Das Angebot verschickte er in unverschlüsselten Mails, wie die Schweizer Zeitung "Schweiz am Sonntag" berichtet.
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Auch gehörte er als Mitarbeiter der Einsatz-Administration zu den wenigen REGA-Beschäftigten, die Zugang zu den Patientendaten der Formel-1-Ikone hatten. Die REGA organisierte den Transport Schumachers vom Krankenhaus in Grenoble nach Lausanne in eine Schweizer Rehaklinik organisiert. Der 54-jährige Deutsche, der seit Jahrzehnten im Kanton St. Gallen beheimatet war, hatte erst vor sechs Wochen mit einem langjährigen Segelfreund einen Törn vor der ligurischen Küste unternommen. Gegenüber "Schweiz am Sonntag" erklärte dieser: ""Er war wie immer. Auch hat er nicht von Geldsorgen gesprochen. Nie hätte ich gedacht, dass er zu einer solchen Unterschlagung fähig ist."
Zum anschliessenden Selbstmord des mutmasslichen Täters, der sich in der Nacht nach seiner Inhaftierung im Zürcher Polizeigefängnis erhängt hatte, sagt dessen Freund: "Es ist furchtbar, was nun passiert ist. Er hinterlässt eine grosse Lücke." Der Hauptverdächtige sei ein guter und vertrauenswürdiger Segler und stets ein aufrechter Freund gewesen. Das Verfahren wurde eingestellt.
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Michael Schumacher hatte sich Ende Dezember 2013 bei einem Skiunfall im französischen Ski-Gebiet Méribel ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zugezogen.
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