Marussia: Hilfe von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1

Nach dem schlimmen Unfall von Suzuka spricht Marussias Präsident und Sportdirektor Graeme Lowdon über Schuldzuweisungen, voreilige Massnahmen und die starke Unterstütztung der Formel-1-Familie.

In diesen Tagen hat Graeme Lowdon den schwierigsten Job im Fahrerlager. Der Präsident und Sportdirektor des Marussia-Teams muss in Sotschi als offizielles Sprachrohr jener Mannschaft fungieren, die seit einer Woche um das Leben von Jules Bianchi bangt. Dies, weil Teamchef John Booth noch immer am Krankenbett des jungen Rennfahrers weilt, der sich im Japan-GP bei einer Kollision mit einem Radlader schwere Verletzungen zugezogen hatte. Der 25-Jährige aus Nizza befindet sich in einem ernsten, aber stabilen Zustand.

Im BBC-Interview erklärt Lowdon: «Es ist sehr hart für jeden in unserer kleinen Mannschaft, aber natürlich auch für alle seine Freunde und seine Familie. John Booth ist als Teamchef der wichtigste Vertreter unseres Rennstalls. Er sagte, der richtige Platz für ihn sei nun am der Seite von Jules, deshalb ist er auch im Krankenhaus geblieben.»

Der Brite fügt an: «Was passiert ist, lässt sich durch Schuldzuweisungen nicht mehr rückgängig machen. Wichtig ist jetzt, dass alles sauber untersucht und überdacht wird, und keine voreiligen Massnahmen unternommen werden. Wenn so etwas Schlimmes passiert, dann neigen die Leute dazu, schnelle Lösungen präsentieren zu wollen. Aber nun geht es zuerst einmal darum, dem Ganzen mit dem nötigen Respekt zu begegnen und allen genug Zeit zu geben, das schlimme Ereignis zu verarbeiten.»

Lowdon betont auch: «So grotesk es kling: So ein Unfall ist sehr wichtig, um zu lernen. Wir müssen unsere Lehren ziehen. Und wir wollen auch für Jules und seine Familie da sein. Wir haben auch viel Unterstützung aus der Formel-1-Familie erhalten. Auch Bernie Ecclestone hat mich in den letzten Tagen sehr oft kontaktiert, um sich nach Jules zu erkundigen und seine Hilfe anzubieten. Wir haben beide Autos ganz normal vorbereitet. Es war wichtig für die Jungs im Team, dass etwas Normalität einkehrt. Wir wollten aber auch ein Zeichen setzen und Jules und seiner Familie zeigen: Sein Auto ist bereit und wartet auf ihn. Wir werden alles in unserer Macht stehende unternehmen, um ihm und seiner Familie zu helfen.»

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