Formel 1-Startfeld 2015: Keine Plätze mehr frei?

Von Mathias Brunner
Das Formel-1-Feld in Malaysia: die meisten Fahrer werden wir wiedersehen

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Zahlreiche Rennfahrer ohne Stammplatz sprechen davon, dass sie in Verhandlungen stehen, um 2015 Formel 1 zu fahren. Aber die Wahrheit ist: Im Grunde sind die Cockpits bereits besetzt!

Wenn wir davon ausgehen, dass es in der kommenden Saison keine dritten Fahrzeuge geben wird; wenn wir weiter davon ausgehen, dass Caterham den finanziellen Klimmzug in die Saison 2015 nicht schaffen wird – dann ist das Startfeld 2015 so gut wie besetzt. Denn selbst dort, wo die Fahrer noch nicht bestätigt sind, dürfte es keine Überraschungen mehr geben.

Gehen wir das Feld rasch virtuell durch ...

Lewis Hamilton und Nico Rosberg bleiben in ihren Silberpfeilen.

Daniel Ricciardo und Daniil Kvyat sind als Red Bull Racing-Fahrer für die Saison 2015 bestätigt.

Williams vertraut weiter auf Felipe Massa und Valtteri Bottas.

Bei Ferrari hat Kimi Räikkönen einen Vertrag bis Ende 2015, Sebastian Vettel hat sich selber schon als kommenden Piloten der Scuderia geoutet.

Force-India-Teamchef Vijay Mallya hat bekräftigt, dass er mit den gleichen Piloten wie 2014 antreten wird, Nico Hülkenberg hat bereits unterzeichnet, Sergio Pérez wird das demnächst tun.

Lotus fährt auch 2015 mit Pastor Maldonado und Romain Grosjean, selbst wenn der Genfer offiziell noch nicht bestätigt ist.

Sauber wechselt seine Fahrer komplett aus und wagt mit Felipe Nasr und Marcus Ericsson einen Neustart.

Fehlen noch Toro Rosso und McLaren-Honda ...

Die Ausgangslage bei McLaren ist simpel: Honda fordert einen Superstar und will langfristig planen. Der Superstar heisst Fernando Alonso. Und wenn wir von Langfristigkeit sprechen, so beantwortet sich die Frage selber, ob im zweiten Wagen Jenson Button oder Kevin Magnussen sitzen wird. Der Brite wird im Januar 35 Jahre alt, Magnussen ist 22 ...

Bei Toro Rosso heisst die Frage nur noch: Jean-Eric Vergne oder einer der Red-Bull-Junioren? Die logische Wahl wäre der Franzose, ein Routinier also (was sich seltsam anhört, wo Vergne doch erst 24 ist) neben Teenager Max Verstappen. Die Alternative zu Vergne wäre ein Pilot aus dem Red-Bull-Nachwuchskader. Zwei Fahrer, die noch nie zu einem Grand Prix gestartet sind, zum WM-Auftakt von Melbourne 2015 zu entsenden, das wäre – je nach Sichtweise – gewagt oder gegen jede Vernunft.

Gegen jede Vernunft wäre jedoch nichts Neues: Bei Red Bull wird ab und an kühn geplant. Ende 2011 wurden Sébastien Buemi und Jaime Alguersuari gegen Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne getauscht. Der junge Russe Daniil Kvyat wurde direkt aus der GP3 ins Formel-1-Auto bei Toro Rosso geholt und nur ein Jahr später zu Red Bull Racing gehievt. Max Verstappen fährt als 17-Jähriger Formel 1. Das alles sind Entscheidungen, die ungewöhnlich und mutig waren.

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