Simona De Silvestro (Sauber): Trennung von Manager

Von Mathias Brunner
Formel 1
Simona De Silvestro und Monisha Kaltenborn

Simona De Silvestro und Monisha Kaltenborn

Die Schweizerin Simona De Silvestro (25) hat sich von ihrem Manager Imran Safiulla getrennt. Hintergrund dürfte das Scheitern des Testabkommens mit dem Sauber-Team sein.

Simona De Silvestro, vielversprechendste Dame im Monoposto-Sport, bestätigt: «Mein bisheriger Manager Imran Safiulla und ich gehen getrennte Wege. Ich möchte mich bei ihm für seine Unterstützung bedanken. Ich werde nun in Ruhe alle Schritte abwägen, was die Optionen für meine Rennkarriere betrifft.»

Hintergrund der Trennung dürfte das geplatzte Testabkommen mit dem Schweizer Sauber-Rennstall sein. Anfangs Oktober wurde klar: Die 25jährige Schweizerin Simona De Silvestro würde nicht wie ursprünglich geplant im Rahmen des Austin-GP in Texas am ersten freien Training teilnehmen – eine verpasste Chance für Team und Pilotin, denn De Silvestro ist aufgrund ihrer Rennjahre in den USA überaus bekannt und beliebt.

Branchenüblich konnte das nur bedeuten: Entweder es ist für den geplanten Einsatz nicht das abgesprochene Geld geflossen und/oder die Parteien waren sich über die Zukunft der Rennfahrerin bei Sauber nicht im Klaren.

Ein Sauber-Sprecher sagte damals dann: «Das Fahrprogramm von Simona wird aus finanziellen Gründen nicht fortgesetzt. Alle, die in den vergangenen sechs Monaten mit Simona gearbeitet haben, sind sehr enttäuscht.»

Kurz darauf sassen im zwei Jahre alten Sauber bei einem Test in Valencia die beiden Formel-Nobodys Adderly Fong und Roy Nissany.

Sauber hatte für De Silvestro Testfahrten auf der Ferrari-Hausbahn Fiorano sowie in Valencia organisiert, bezahlt wurde der Einsatz vom Management der Schweizerin. Dazu wurde ein 2012er Sauber sogar unlackiert und tauchte mit den Schriftzügen «Clean Air Energy» sowie mit den Logos des US-Kraftwerk-Betreibers Entergy und des Atomkraftwerk-Bauers Areva auf. Simona De Silvestros damaliger Manager Imran Safiulla erklärte dazu: «Wir halten den Weg, den die F1 mit der neuen Technologie beschreitet, für äusserst innovativ. Wir wollen darin eine gewisse Rolle übernehmen, denn das haben wir schon in Amerika gemacht. Wir haben aufgezeigt, welche Vorteile saubere Energie bringt, und wie diese mit Mobilität in Verbindung gebracht werden können. Wir alle wissen, dass die Zukunft des Automobils im Hybrid-Antrieb liegt. Und genau das ist doch ein Formel-1-Auto. Simona ist in der Lage, diese beiden Welten zu verbinden. Deshalb haben wir auch einen grossen Hybrid-Kleber auf den Formel-1-Renner kleben lassen. Das ist unsere Botschaft. Wir zeigen, wie wichtig saubere Energie ist, und auch, wie sie eingesetzt werden kann. Wenn wir unseren CO2-Ausstoss verringern wollen, müssen wir die Autos effizienter machen. Wir schlagen diesen Bogen und nutzen dieses Jahr, damit sich Simona entwickeln kann, aber auch, um die Kampagne weiterzuverfolgen und global bekannt zu machen. Wir haben in Amerika begonnen, hatten dann Programme in Brasilien und Japan und wollen uns jetzt global zeigen.»

Leider ist daraus wenig geworden.

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