Red Bull-Genie Adrian Newey: Handschlag mit Ferrari?

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Keine Lust auf politische Spielchen? Adrian Newey (im Bild mit der britischen Schauspielerin, Sängerin und Moderatorin Amanda Holden)

Keine Lust auf politische Spielchen? Adrian Newey (im Bild mit der britischen Schauspielerin, Sängerin und Moderatorin Amanda Holden)

Die Formel-1-Welt rätselt: Wie nahe war Adrian Newey einem Wechsel zu Ferrari? Russischen Medienberichten zufolge soll er seinen Wechsel schon per Handschlag besiegelt aber seine Meinung geändert haben.

Dass Adrian Newey ab 2015 nicht mehr an vorderster Front des Red Bull Racing-Teams kämpfen wird, verkündete der Rennstall aus Milton Keynes schon im Juni. Damit hatte keiner gerechnet, schliesslich ist Newey einer der besten Ingenieure, die die Formel 1 zu bieten hat. Das 55-jährige Aerodynamik-Genie ist der einzige Formel-1-Konstrukteur, der mit drei verschiedenen Formel-1-Teams den Konstrukteurspokal gewinnen konnte. Seine Designs konnten schon mehr als 80 Grands Prix und zehn Gesamtsiege in der Team- und Fahrerwertung gewinnen.

Ab 2015 soll Newey nun im neu geschaffenen Technologie-Zentrum «Red Bull Advanced Technologies» neue Projekte in Angriff nehmen. Gestern, Donnerstag, wurde ein Abkommen mit dem britischen Segelstar Ben Ainslie verkündet, seitdem wird über ein Engagement Neweys im America's Cup spekuliert (mehr dazu).

Damit ist klar, dass sich Red Bull die Weiterverpflichtung des Ausnahmekönners viel kosten lässt. Schon im Juni kursierte im Fahrerlager der Königsklasse das Gerücht, dass man damit einen Wegzug des Briten in Richtung Ferrari verhindert habe. Einem Bericht des russischen Sportportals Championat zufolge, soll Newey seinen Wechsel mit dem mittlerweile zu Alitalia abgewanderten Ex-Ferrari-Oberhaupt Luca di Montezemolo per Handschlag besiegelt haben.

Im Bericht heisst es weiter, dass Newey seine Zusage zurückgezogen habe, nachdem Details des Abkommens zur italienischen Presse durchgesickert waren. Der berühmte Auto-Konstrukteur soll diese Indiskretion als Beweis für die politischen Spielchen bei Ferrari und Grund für seine Absage angeführt haben.

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