Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Brightmore nutzt Bolts Pause und feiert ersten SuperEnduro-GP-Sieg

Beim Finale der SuperEnduro-WM 2025/2026 wurde wegen der Abwesenheit von Billy Bolt ein neuer Sieger gesucht. Doch nicht der «ewige Zweite» Jonny Walker nutzte die Chance – sondern Mitch Brightmore.

Werbung

Werbung

Beim Finale der SuperEnduro-Weltmeisterschaft 2025/2026 in Douai im Nordosten Frankreichs wurde aufgrund der Abwesenheit von Serienchampion Billy Bolt erstmals seit Jahren ein neuer Grand-Prix-Sieger gesucht. Doch nicht der oft als «ewiger Zweiter» bezeichnete Jonny Walker nutzte die Gelegenheit, sondern Mitch Brightmore.

Werbung

Werbung

Bolt hatte in der Vorwoche vor heimischem Publikum in Newcastle seinen 32. Grand-Prix-Sieg in Folge gefeiert und sich damit gleichzeitig vorzeitig seinen sechsten SuperEnduro-WM-Titel gesichert – ebenfalls in Serie. Da der Brite und seine Frau ihr erstes Kind erwarten und die Geburt in Südafrika ansteht, erhielt er von Husqvarna nach der bereits erledigten Titelentscheidung eine Freigabe für das Saisonfinale. Somit ging es in Douai erstmals seit Januar 2020 tatsächlich um einen anderen Grand-Prix-Sieger als Bolt – entsprechend intensiv wurde auf der Strecke gekämpft.

Jonny Walker patzte in der Superpole

Im Zeittraining sowie im ersten Punkteprogramm des Abends, dem Superpole-Qualifying, setzte jeweils der Schwede Eddie Karlsson auf dem Stark-Elektro-Bike die schnellste Runde. Dahinter folgten Mitchell und Ashton Brightmore, allerdings mit vertauschten Positionen. Viele in der SuperEnduro-Szene hatten auf einen Sieg von Jonny Walker gehofft, der seit 2022 stets hinter Bolt Vizeweltmeister geworden war und auch in dieser Saison vier zweite Gesamtplätze eingefahren hatte. Doch sein Abend begann enttäuschend: In seiner Superpole-Runde rutschte er über das Vorderrad weg und verpasste damit mögliche Zusatzpunkte.

Im ersten Heat setzte sich sein schwieriger Abend fort. Bereits in der Startrunde wurde Walker im Gedränge bei einer Abfahrt von einer Dumperreifen-Sektion von einem nachfolgenden Fahrer von der Strecke geschoben und musste als Letzter des inzwischen auf zehn Fahrer geschrumpften Feldes weiterfahren.

Werbung

Werbung

Mitch Brightmore nutzte seine Chanc

An der Spitze kontrollierte zunächst Eddie Karlsson das Rennen, dicht gefolgt von Mitch Brightmore. Gegen Rennende fand der Brite jedoch einen Weg vorbei am Schweden und sicherte sich den Sieg im ersten Lauf. 
Auch Ashton Brightmore stürzte einmal, wodurch Manuel Lettenbichler vom Red Bull KTM Factory Racing Team auf Rang drei vorrücken konnte. Der Deutsche brachte diesen souverän vor Ashton Brightmore und Jonny Walker ins Ziel.

Im zweiten Lauf, traditionell mit Reverse Grid gestartet, erwischte Walker aus der zweiten Startreihe eine perfekte erste Runde und setzte sich an die Spitze. Sein Sieg geriet nie ernsthaft in Gefahr, auch wenn Mitch Brightmore nur 0,7 Sekunden hinter ihm ins Ziel kam.
Lettenbichler arbeitete sich ebenfalls schnell nach vorn und verteidigte Platz drei bis zum Schluss vor Karlsson. Ashton Brightmore schied aus und verabschiedete sich damit – ebenso wie Walker – realistisch aus dem Kampf um den Tagessieg.

Im finalen Heat des Abends und der Saison gelang Mitch Brightmore schließlich ein nahezu ungefährdeter Start-Ziel-Sieg. Damit sicherte er sich auch den Grand-Prix-Erfolg. Walker hatte diesmal eine schwächere Startrunde, kämpfte sich aber noch auf Rang zwei nach vorne. Dritter wurde Eddie Karlsson und verdrängte damit Lettenbichler vom Tagespodium. Dieses belegten somit Mitch Brightmore als Sieger vor Jonny Walker und Eddie Karlsson.

Nach seinem ersten SuperEnduro-GP-Sieg in der Prestige-Klasse zeigte sich Brightmore dennoch zurückhaltend. In der Pressekonferenz sagte er mit Blick auf den fehlenden Dominator Bolt: «Es ist ein tolles Gefühl, gewonnen zu haben, und ich bin sehr zufrieden mit diesem Abend. Eigentlich hatte ich keine großen Probleme. Es ist, wie es ist – und ich bin happy mit diesem Sieg in einer für mich guten Saison.»

Werbung

Werbung

Walker musste erneut auf die Zähne beißen

Brightmore beendet die Saison als Gesamtdritter hinter Dauer-Vize Jonny Walker. Walker fährt seit dem drittletzten Lauf in Belgrad mit gebrochener Hand und gebrochenen Rippen, hatte die Schmerzen jedoch lange erfolgreich überspielt. Auch in Douai blieb er äußerlich gelassen: «Ich bin happy, heute Zweiter geworden zu sein und auch in der Meisterschaft. Die letzten drei Läufe waren sehr hart für mich. Seit meiner Verletzung in Serbien habe ich getan, was ich konnte – und das war eben der zweite Platz.»

Nachdem Walker zu Saisonbeginn noch darüber nachgedacht hatte, ob das ständige Reisen für den Sport den Aufwand wert sei, blickt der 35-Jährige inzwischen wieder positiver in die Zukunft. «Ich habe noch viel Freude am Rennsport und kann mir vorstellen, noch fünf Jahre zu fahren – solange ich Spaß daran habe», sagte er im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

Manuel Lettenbichler verpasste das Tagespodium knapp, verbesserte sich trotz zweier verpasster Grand Prix aber noch auf Rang fünf der Gesamtwertung. Direkt dahinter landete mit Tim Apolle ein weiterer Deutscher. Der 29-Jährige aus Sachsen-Anhalt belegte in Douai die Heat-Plätze sieben, sieben und acht und wurde Tagesachter.

WM-Endstand Prestige nach 7 Läufen:

  1. Billy Bolt (GB), Husqvarna, 370 Punkte

  2. Jonny Walker (GB), Triumph, 328 (-42)

  3. Mitch Brightmore (GB), GASGAS, 325 (-45)

  4. Eddie Karlsson (S), Stark, 280 (-90)

  5. Toby Martyn (GB), Stark, 195 (-175)

  6. Manuel Lettenbichler (D), KTM, 162 (-208)

  7. Tim Apolle (D), Beta, 149 (-221)

  8. Alfredo Gomez (E), Beta, 143 (-227)

  9. Dominik Olszowy (PL), Rieju, 134 (-236)

  10. Ashton Brightmore (GB), GASGAS, 121 (-249)

Werbung

Werbung

Schon gesehen?

Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach

    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz

    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.