Lotus-Mann Permane: «Maldonado ist nicht böse»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Bei Lotus hält man große Stücke auf Pastor Maldonado

Bei Lotus hält man große Stücke auf Pastor Maldonado

Lotus-Chefingenieur Alan Permane bricht eine Lanze für Pastor Maldonado. Der Venezolaner sei keineswegs so schlecht, wie er oft dargestellt würde. Das Bild, das die Öffentlichkeit von ihm habe, hätte er nicht verdient.

Zwei magere WM-Punkte beim Grand Prix der USA in Austin waren Pastor Maldonados gesamte Ausbeute in der Saison 2014. Das war zwar einer mehr als im Jahr zuvor, als er noch für Williams antrat, sowohl das Team als auch er selbst hatten sich für diese Saison aber weit höhere Ziele gesteckt. Immerhin schloss Lotus das Jahr 2013 als Vierter der Konstrukteurswertung ab und Teamkollege Romain Grosjean war mit 132 Punkten Siebter der Fahrerwertung. Dass es dem E22 in der abgelaufenen Saison an Konkurrenzfähigkeit mangelte, zeigt jedoch auch Grosjeans Jahresbilanz: Acht WM-Zähler und Rang 14 bei den Fahrern.

Als Lotus Pastor Maldonado für diese Saison engagierte, hagelte es von allen Seiten Kritik. Man habe den Mann aus Maracay nur wegen seiner Sponsormillionen der Erdölgesellschaft PDVSA an Bord geholt und nicht wegen seines fahrerischen Könnens, hieß es. Auch, wenn diese Mitgift sicher nicht geschadet hat, so sei sie keineswegs der Grund gewesen, verteidigte Lotus-Chefingenieur Alan Permane Maldonado gegenüber unseren Kollegen des Corriere dello Sport. «Es ist kein Geheimnis, dass er sehr viel Geld mit ins Team bringt. In seiner Position wäre es leicht für ihn, bockig zu sein, das war er aber nie.»

Maldonado sei beileibe nicht der Bad Boy und ungestüme Kamikaze-Pilot, als der oft dargestellt würde, sagt Parmane weiter. «Pastor hat nach außen hin ein furchtbar schlechtes Image und natürlich macht er hin und wieder auch ein paar dumme Dinge auf der Strecke», räumte der Brite ein. «Er ist aber einer der besten Fahrer, mit denen ich jemals gearbeitet habe. Er ist sehr gut und arbeitet sehr hart, egal was passiert.»

Gerade in einer schwierigen Phase wie in diesem Jahr habe Maldonado die Ruhe bewahrt und immer sein Bestes gegeben, lobte Permane den 29-Jährigen. «Er will gute Leistungen zeigen und sich in den Top Ten qualifizieren, in diesem Jahr war das Auto aber nicht konkurrenzfähig genug. Was wir nun tun müssen ist, ihm ein besseres Auto zu geben.»

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