Force India: Kein Futterneid wegen Manor-Comeback

Von Vanessa Georgoulas
Rob Fernley: «Es ist für alle unabhängigen Teams sehr hart – für uns selbst genauso wie für Sauber und selbst für Williams»

Rob Fernley: «Es ist für alle unabhängigen Teams sehr hart – für uns selbst genauso wie für Sauber und selbst für Williams»

Bob Fernley, der stellvertretende Teamchef von Force India, erwartet beim Saisonstart in Melbourne einen Rückschritt, und erklärt, warum er trotzdem zuversichtlich bleibt. Auch zum Manor Comeback äussert er sich.

Force India erwartet trotz des problemlosen Teststarts in Barcelona einen schwierigen Saisonbeginn. Denn der Brötchengeber von Nico Hülkenberg und Sergio Pérez ist spät dran, der VJM08 konnte erst am zweiten Nachmittag der letzten Testwoche erstmals auf dem Circuit de Catalunya ausrücken. Nicht nur der verzögerte Umzug in den Toyota-Windkanal in Köln sorgte für die Verspätung, sondern auch Liquiditätsprobleme, wie Bob Fernley im Gespräch mit Sky Sports F1 gesteht.

Der stellvertretende Teamchef von Force India räumt ein: «Wir hatten Liquiditätsprobleme, da besteht kein Zweifel, denn unsere Zulieferer wurden durch die Insolvenz von Caterham und Marussia sehr hart getroffen, und leiden immer noch. Wir hatten sehr hohe Ausgaben in einer Zeit, in der die Einnahmen eher bescheiden waren.»

Fernley gesteht unumwunden: «Es ist sehr hart. Ja, wir werden überleben, aber wir wollen auch konkurrenzfähig sein. Es ist für alle unabhängigen Teams sehr hart – für uns selbst genauso wie für Sauber und selbst für Williams.» Deshalb erwartet er auch einen schwierigen Saisonbeginn: «Wir erwarten leider einen Rückschritt, aber auch wenn wir beim Start noch im Hintertreffen sind, hoffe ich, dass wir den aktuellen Trend umdrehen können und eine gute zweite Saisonhälfte haben werden.»

Zum Schluss beteuert Fernley noch, dass er die Teilnahme des Manor-Rennstalls mit modifizierten 2014er-Autos begrüsst. Das Force India-Team hatte sich viel Kritik eingeheimst, weil es in der Strategiegruppe-Sitzung sein Veto gegen eine Teilnahme mit 2014er-Autos eingelegt hatte. Der Vorwurf wurde laut, dass der Privatrennstall aus Silverstone beim Veto-Entschluss auf einen Teil des Preisgeldes von Marussia spekuliert habe, der nur im Falle eines Formel-1-Austritts in die Force India-Kassen fliessen werde.

Der stellvertretende Teamchef beteuert aber, dass es beim Veto allein um die Sicherheit ging. Fernley betont: «Die Regeländerungen zwischen der Saison 2014 und diesem Jahr zielten auf eine Erhöhung der Sicherheit ab. Gott bewahre, aber wenn wir das zugelassen hätten und das Unaussprechliche passiert wäre, wie hätten wir rechtfertigen können, dass wir ein unsicheres Auto zugelassen haben? Wir unterstützen Manor sehr. Das Team geht nun den sauberen Weg und wir begrüssen es. Das Letzte, was wir wollen, sind noch mehr Teams, die der Formel 1 den Rücken kehren müssen.»

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