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Christian Horner: «Mercedes vergrault die Fans»

Red-Bull-Racing-Teamchef Christian Horner hat Angst. Die Überlegenheit des Mercedes-Motors würde die Fans auf Dauer vergraulen und so die finanziellen Probleme in der Königsklasse noch verschlimmern.

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Nach vier Jahren in Folge, in denen Sebastian Vettel mit Red Bull Racing in beeindruckender Weise sowohl den Fahrer- als auch den Konstrukteurstitel nach Milton Keynes holte, musste sich das erfolgsverwöhnte Team 2014 hinten anstellen. Mit fast 300 WM-Punkten Rückstand reichte es für die Bullen nur noch für Platz 2 hinter Mercedes. Nach den Testfahrten vor dem diesjährigen Saisonbeginn sieht es so aus, als sollte Silber auch 2015 wieder vorne sein.

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Eine Bedrohung sieht man bei der Konkurrenz aber nicht nur vonseiten Mercedes, auch die mit einem Mercedes-Motor ausgestatteten Kundenteams wie Williams knüpften in Jerez und Barcelona an die Leistungen des Vorjahres an. Bei Renault, dem Motorenlieferanten von Red Bull Racing, hofft man, den Abstand auf Mercedes wenigstens halbieren zu können. Das würde Daniel Ricciardo und Daniil Kvyat zwar näher an Lewis Hamilton und Nico Rosberg heranbringen, um auf Augenhöhe zu kommen, müsste man sich aber gewaltig strecken.

Seit Ende letzten Jahres plädiert Red-Bull-Racing-Teamchef Christian Horner dafür, das Motorenreglement zu ändern und mit billigeren Motoren neu durchzustarten. "Ich finde, es ist wichtig, dass wir gutes Racing haben und das wird natürlich umso besser, je näher das Feld beieinander ist", sagte er gegenüber City AM. "Ich denke, das ist es, was die Fans sehen wollen. Momentan ist die Antriebseinheit das Hauptunterscheidungsmerkmal bei den Teams. Ich glaube, der Unterschied zwischen den Besten und den Schlechtesten muss verringert werden. Das wird die Rennen automatisch enger gestalten."

Der Engländer erklärte, dass die Kosten für die Motoren der Hauptgrund für die finanziellen Probleme der kleineren Teams seien. "Ich finde, es ist am wichtigsten, dass wir die Kosten unter Kontrolle bekommen, damit alle Teams als rentable Unternehmen arbeiten können", so Horner. "Ganz offensichtlich ist der Antriebsstrang ein großer Kostentreiber und dieses Problem müssen wir so schnell wie möglich angehen. Ich glaube, dass das die fundamentalen Dinge sind und das ist in jedermanns Interesse. Es wird viel darüber diskutiert, aber wie immer reden wir viel ohne so viele Schlüsse daraus zu ziehen, wie wir sollten."

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"Das Wichtigste was wir gemeinsam tun ist, die aktuellen Probleme mit den Antriebseinheiten bezüglich der Kosten und der damit verbundenen Belastungen nicht nur für die Kunden, sondern auch für die Hersteller anzusprechen. Ich glaube, das ist das Wichtigste, worum wir uns in der nächsten Zukunft kümmern müssen", betonte Horner.

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