Unfall Fernando Alonso: Kommt Wahrheit nie ans Licht?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Fernando Alonso im McLaren-Honda

Fernando Alonso im McLaren-Honda

Im Rahmen des Malaysia-GP hat Fernando Alonso die McLaren-Theorie (Testunfall wegen Windbö) zerzaust. Aber auch seine Darstellung der Vorkommnisse ist nicht über jeden Zweifel erhaben.

McLaren hatte von einer Windbö gesprochen, die zum Unfall von Fernando Alonso führte. Der Spanier hingegen sagt: etwas stimmte nicht mit der Lenkung und «nicht einmal ein Hurrikan könnte meinen Wagen so versetzen». McLaren-Chef Ron Dennis hatte zunächst davon geredet, dass Alonso unversehrt sei. In Wahrheit lag der zweifache Formel-1-Champion nach dem Testunfall vom 22. Februar drei Tage lang im Krankenhaus, wegen einer Gehirnerschütterung. Den Saisonauftakt in Australien musste er sogar sausen lassen. Dennis hat seine Aussage später korrigiert.

Die Worte von Alonso in Sepang über den Crash in Barcelona warfen dann mehr Fragen auf als sie zu beantworten. Wenn tatsächlich etwas mit der Lenkung nicht gestimmt hat, wieso lässt sich das anhand der Daten dann nicht erkennen?

In Spanien reagiert man betupft, dass nach den Worten von Fernando Alonso Zweifel bleiben. «Ich stehe im Informationsaustausch mit der FIA», brüstet sich Carlos Gracia, Präsident des spanischen Automobilverbands «Real Federacion Espanola de Automovilismo» (RFEDA), in der Zeitung «Confidencial». «Es gibt doch nur einen, der wirklich weiss, was passiert ist, und das ist Fernando selber. Er war physisch und psychisch in bester Verfassung, also muss die Unfallursache am Wagen liegen.»

Gracia gibt zu bedenken, dass es bei Verträgen zwischen dem Fahrer und seinem Team immer Vertraulichkeitsklauseln gebe. Damit lässt er anklingen, dass etwas ungesagt bleibt. McLaren hingegen hat immer betont, man arbeite komplett transparent – gegenüber der Öffentlichkeit und auch mit den Unfallexperten der FIA.

Der Spanier Joaquin Verdegay hat früher für die FIA als Rennkommissar gearbeitet. Er regt sich über die Rolle der Medien auf: «Es ist eine Schande, dass professionelle Berichterstatter diese Story weiterköcheln, obschon sie am Sport im Allgemeinen oder am Motorsport im Besonderen kein Interesse haben. Da wird doch nur versucht, eine Kontroverse aus nichts zu erzeugen, um Zeitungen zu verkaufen.»

Der Meinung sind die meisten Insider im Fahrerlager nicht. Nach den Aussagen von Fernando Alonso über den Unfall (mehr dazu finden Sie HIER) erhärtet sich vielmehr die Überzeugung: weder die Version von McLaren-Honda noch jene von Alonso ist komplett einleuchtend und nachvollziehbar. Es bleiben viele Fragen, die in aller Wahrscheinlichkeit nie beantwortet werden.

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