Pastor Maldonado: Wann verliert Lotus die Geduld?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Pastor Maldonado: Droht irgendwann der Umstieg auf den Autobus?

Pastor Maldonado: Droht irgendwann der Umstieg auf den Autobus?

Bislang galt im Formel-1-Fahrerlager die Ansicht: Aufgrund seiner venezolanischen Öl-Dollar ist Pastor Maldonado bei Lotus so gut wie unkündbar. Aber das stimmt nicht.

Wenn Zahlen nicht lügen, dann sollte sich Lotus-Fahrer Pastor Maldonado Sorgen machen: Fünf Ausfälle in sechs Rennen. Null Punkte in sechs Grands Prix. Im Quali-Duell gegen Romain Grosjean mit 1:5 hinten. Während der Genfer für Lotus die Kastanien aus dem Feuer holt (drei Punktefahrten in den letzten vier Rennen, derzeit WM-Zehnter), steht Maldonado ohne Punkte und mit zweifelhaftem Ruf da. Denn auch 2014 schaffte er es in 19 Rennen nur einmal unter die besten Zehn.

Beim Mann mit der Startnummer 13 gilt das Prinzip Hoffnung: «Natürlich ist das frustrierend, aber so läuft das im Rennsport hin und wieder eben. Ich gehe in jedes Rennen mit dem Gedanken, dass ich es in den Punkten beenden möchte. Wir haben an den meisten Rennwochenenden in diesem Jahr gut ausgesehen, aber das letzte Stückchen, um die Ziellinie in den Punkterängen zu überqueren, hat gefehlt. Das wollen wir an diesem Wochenende ändern.»

Diese Platte kennen wir seit mehreren Wochen. Innerhalb von Lotus hat sich der Südamerikaner auch keine neuen Freunde gemacht: es herrscht dicke Luft, weil Team-Leader Grosjean regelmässig am Freitagmorgen zuschauen muss. Dann kommt Testpilot Jolyon Palmer zum Einsatz. Maldonado hat es abgelehnt, mit Grosjean abzuwechseln: «In meinem Vertrag steht, dass ich das ganze Wochenende über im Auto sitze.»

Damit steigen die Chancen auf Schrott bei Lotus, denn der Venezolaner gilt auch in seinem fünften Jahr in der Formel 1 anhaltend als «Crash Kid». Bei 82 Grands Prix hat der Venezolaner nur acht Mal Punkte eingefahren. Der Venezolaner hat sich mit seinem Ruf längst abgefunden: «Mir kommt es vor – jedes Mal, wenn es einen Unfall gibt, selbst dann, wenn ich völlig unschuldig bin, liegt es scheinbar stets an mir. Aber das stimmt einfach nicht.»

Trotz allem: der Druck nimmt zu. Denn Matthew Carter, Geschäftsleiter von Lotus, sagt nun: «Niemand ist unberührbar. Pastor muss sich als Rennfahrer beweisen, aber in unseren Augen tut er das. In Monaco hat er sich vor Romain qualifiziert, und das schaffst du nicht, wenn du kein guter Fahrer bist. Maldonado war in allen Rennen schnell, nur hat er aus unterschiedlichen Gründen die ganzen Puzzleteile nicht zusammensetzen können. Selbstvertrauen baut sich über ein problemfreies Wochenende auf, und sobald er das hat, wird auch auch Punkte holen. Das Auto dazu hat er jedenfalls.»

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