Felipe Nasr: Montreal auf Sauber massgeschneidert?

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Sauber-Pilot Felipe Nasr

Sauber-Pilot Felipe Nasr

Nach sechs Saisonrennen liegt Sauber auf Platz 5 der Teamwertung und konnte bei drei von sechs Rennen Punkte holen. In Kanada wollen die Schweizer an die guten Leistungen anknüpfen.

Wo wäre Sauber ohne den starken Felipe Nasr? Mit Platz 5 bei seinem ersten Formel-1-Rennen in Australien, Platz 8 in China und 9 in Monaco sammelte der junge Brasilianer fleißig Punkte, und daran will er in Kanada anknüpfen. Doch die Strecke stellt für den 22-Jährigen Neuland dar. «Ich ​war noch nie hier in Montreal. Um  mich optimal aufs Rennwochenende vorzubereiten, habe ich mir Onboard-Videoaufnahmen angeschaut. Ich schätze, dass die vielen Geraden ein Vorteil für uns sein könnten aufgrund unserer guten Topspeed. Die Strecke erfordert auch eine hohe Bremsstabilität sowie ein gutes Herausbeschleunigen aus den Kurven.»

Für seinen Teamkollegen Marcus Ericsson wird es der zweite Auftritt in Kanada, allerdings kam er im vergangen Jahr​ mit Caterham nicht ins Ziel. «Montreal ist eine jener Strecken, die unserem Auto liegen ​dürften. Gute Höchstgeschwindigkeit, ein Auto, das in den Bremszonen stabil liegt und das auf Richtungswechsel willig reagiert, das sind alles Charakteristiken, die unser Auto aufweist.» 

Der leitende Ingenieur an der Rennstrecke, Giampaolo Dall’Ara, ​bleibt Realist. «Obwohl wir in Monaco zwei Punkte geschafft haben, sind die letzten beiden Rennen recht schwierig gewesen. Die kanadische Strecke sollte unserem Sauber C34 besser liegen. Gefragt sind ​gute Topspeed, leistungsstarke Bremsen und ein optimales Fahrverhalten in langsamen Kurven. Bei den Reifen haben wir erneut die weichen und superweichen Mischungen, mit denen sind wir in Monaco gut zurecht gekommen. Mitentscheidend ist, dass wir unsere Fahrer in der Startaufstellung weiter nach vorne bringen, nur so können wir die Chancen auf mehr Punkte verbessern.»

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