Felipe Nasr, Sauber-Crash: Steifer Nacken, Auto hin?

Von Mathias Brunner
Felipe Nasr

Felipe Nasr

Der Brasilianer Felipe Nasr spricht über seinen üblen Unfall im dritten freien Training zum Grossen Preis von Kanada. Die Teilnahem am Abschlusstraining ist unsicher.

Wenige Minuten nach Abschluss des dritten freien Trainings zum Kanada-GP: Felipe Nasr tritt aus der Sauber-Box. Der 22-Jährige aus Brasilia ist sichtlich geknickt. Kein Wunder nach seinem üblen Crash, der die Teilnahme an der Qualifikation in knapp eineinhalb Stunden in Frage stellt.

Felipe, bist du in Ordnung?

Ich habe einen steifen Nacken, sonst aber bin ich unversehrt.

Was genau ist passiert?

Ich habe versucht, die Reifen aufzuwärmen. Beim Herumzacken bin ich möglicherweise an jenen Knopf am Lenkrad geraten, der den Heckflügel flachstellt. Daraufhin habe ich den Wagen aus der Kontrolle verloren.

Wäre der Unfall ohne das Missgeschick mit dem Knopf nicht passiert?

Nein, vermutlich nicht. Aber wenn der Flügel flachgestellt ist, dann wird der Wagen sozusagen viel leichter. Dazu kam, dass die Windrichtung gedreht hatte, wir hatten auf der langen Geraden einen Rückenwind, das hat sicher auch nicht geholfen.

Kannst du am Abschlusstraining teilnehmen?

Trotz des steifen Nackens würde ich es auf alle Fälle versuchen, ja. Aber ich weiss nicht, ob meine Jungs den Wagen rechtzeitig reparieren können.

Das Aufwärmen der Reifen scheint ein Leitthema dieses Wochenendes zu sein.

Ja, das stimmt, und heute kam hinzu, dass wir zwar schönes Wetter haben, die Temperaturen jedoch viel tiefer als zuvor sind.

So weit Felipe Nasr.

Auf Nachfrage beim Team sagt ein Sprecher über den Zustand des Autos: «Wir prüfen derzeit, wie es um das Chassis steht. Wenn nur Aufhängungsteile beschädigt sind oder ein Rad ab ist, dann kann das behoben werden. Wenn jedoch die Anlenkpunkte in Mitleidenschaft gezogen wurden oder das Chassis anderweitig beschädigt ist, dann wird es mit einer Teilnahme am Qualifying ganz schwierig.»

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