Spielberg: Pascal Wehrlein dominiert im Wetterchaos

Von Andreas Reiners
Formel 1
Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein hat am Dienstag zum Auftakt der Testfahrten im Mercedes die Bestzeit hingelegt. Dominiert haben auf dem Red Bull Ring jedoch die chaotischen Wetterbedingungen.

Pascal Wehrlein war am Ende eines langen und chaotischen Testtages der Formel 1 auf dem Red Bull Ring der Schnellste. Der DTM-Pilot fuhr in seiner Rolle als Ersatzfahrer von Mercedes in 1:11,005 Minuten die Bestzeit. Zweiter im Klassement wurde Esteban Ocon im Force India, Dritter Toro-Rosso-Pilot Max Verstappen.

Auf den weiteren Plätzen folgten Antonio Fuoco (Ferrari), Romain Grosjean im Lotus), Pierre Gasly (Red Bull Racing), Sauber-Pilot Raffaele Marciello, Stoffel Vandoorne (McLaren-Honda) sowie Susie Wolff im Williams. Verstappen war mit 97 Runden der fleißigste Pilot, während Wolff auf lediglich 39 Runden kam. Bemerkenswert angesichts der momentanen sportlichen Krise und andauernden Probleme mit der Antriebseinheit sind die ​77 Runden von Vandoorne im McLaren-Honda, der einen Tag ohne technische Zwischenfälle ​genießen konnte.

Für eine Schrecksekunde sorgte Nachwuchspilot Fuoco, der in seinem Ferrari am Nachmittag in Kurve eins abflog und in die Streckenbegrenzung krachte. Der Italiener blieb unverletzt, sein Ferrari ging nach Schäden am Frontflügel und an der Radaufhängung allerdings nicht mehr auf die Strecke. Für Ferrari ein vorzeitiges Ende eines sowieso schon schwierigen Tages.

Denn die Fahrer und Teams waren bereits den kompletten Vormittag zur Untätigkeit verdammt, es goss die ganze Zeit über in Strömen. Nach knapp einer halben Stunde und zwei Installationsrunden von Fuoco und McLaren-Fahrer Vandoorne gab es am Vormittag keinerlei Action auf der Strecke, sondern Rote Flaggen.

Bis zur Mittagspause tat sich gar nichts, so dass die Teams sogar über einen Abbruch und eine Verlegung des Testtages auf den Donnerstag nachdachten. Doch das Wetter besserte sich, nach der Mittagspause ließ der Regen zunächst nach und hörte dann die meiste Zeit ganz auf, so dass sogar die Strecke zwischenzeitlich abtrocknete.

Da sich die Bedingungen deutlich besserten, verzichtete man auf eine Verlegung und verlängerte die Nachmittagssession stattdessen bis 20 Uhr. Das Wetter blieb jedoch wechselhaft, gegen Ende des Tages wurden auch die Sichtverhältnisse schwieriger.

Am Mittwoch findet der zweite und letzte Testtag auf dem Red Bull Ring statt, vor allem verbunden mit der Hoffnung auf besseres Wetter. Dann sind auch unter anderem Nico Rosberg im Mercedes sowie der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso im McLaren-Honda im Einsatz.

Daneben fahren auch die Stammfahrer Valtteri Bottas, Daniel Ricciardo und Felipe Nasr. Ferrari lässt Esteban Gutierrez ins Cockpit, Lotus Jolyon Palmer und bei Toro Rosso darf DTM-Champion Marco Wittmann erstmals Formel-1-Luft schnuppern. Wehrlein darf am Mittwoch noch einmal ran – diesmal aber für Force India.

Die Testzeiten von Dienstag im Überblick:

1. Pascal Wehrlein (Mercedes) 1:11,005 Minuten 67 Runden
2. Esteban Ocon (Force India) 1:11,192 Minuten 76 Runden
3. Max Verstappen (Toro Rosso) 1:11,328 Minuten 97 Runden
4. Antonio Fuoco (Ferrari) 1:11,331 Minuten 71 Runden
5. Romain Grosjean (Lotus) 1:11,691 Minuten 45 Runden
6. Pierre Gasly (Red Bull Racing) 1:11,757 Minuten 80 Runden
7. Raffaele Marciello (Sauber) 1:11,826 Minuten 53 Runden
8. Stoffel Vandoorne (McLaren-Honda) 1:12,530 Minuten 77 Runden
9. Susie Wolff (Williams) 1:13,248 Minuten 39 Runden

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