McLaren-Honda-Tief: Wackeln bereits die Chef-Sessel?

Von Vanessa Georgoulas
Honda-F1-Chef Yasuhisa Arai will seinen Posten nicht räumen und beteuert, dass die Formel 1 für Honda ein langfristiges Projekt ist

Honda-F1-Chef Yasuhisa Arai will seinen Posten nicht räumen und beteuert, dass die Formel 1 für Honda ein langfristiges Projekt ist

Das erste Jahr der McLaren-Honda-Partnerschaft gestaltet sich schwieriger als erwartet. Nun fragen schon die ersten Sponsoren nach den Ursachen, wie Sportdirektor Eric Boullier in Grossbritannien verriet.

Das anhaltende McLaren-Honda-Tief sorgt nicht nur innerhalb des britischen Traditionsrennstalls für Diskussionen. Auch die Sponsoren werden schon ungeduldig, wie Sportdirektor Eric Boullier im Fahrerlager von Silverstone verriet.

Der Franzose erklärte: «Natürlich sorgt das für einen gewissen Schaden. Unsere Marke definiert sich über Erfolge und die Fähigkeit, regelmässig Erfolge einzufahren. Die kommerzielle Situation ist schmerzlich, viele Leute und Unternehmen arbeiten mit uns zusammen und viele fragen nach den Ursachen für die schlechten Ergebnisse. Ich glaube nicht, dass wir noch lange auf den Erfolg warten können.»

Gleichzeitig beteuert Boullier auch: «Ich denke noch nicht darüber nach, ob das Tief zu Sparmassnahmen führt, die eine Verkleinerung des Teams nötig machen. Ich bin nämlich überzeugt, dass wir wieder auf die Erfolgsspur zurückfinden werden – und zwar noch bevor wir uns über solche Dinge Gedanken machen müssen.»

Auch seinen eigenen Job sieht der Sportdirektor nicht gefährdet, wie er im Interview mit der spanischen Zeitung AS betont: «Wieso sollte ich mir darüber Gedanken machen? Schaut mal, ich habe vor einem Jahr diese Aufgabe mit der Absicht übernommen, dieses Projekt zu leiten, und genau das mache ich auch. Es ist derzeit, wie es ist, und wir müssen uns verbessern. Ich denke, es ist noch viel zu früh, um darüber nachzudenken. Gebt mir noch etwas mehr Zeit und wir werden sehen, wie sich das Ganze entwickeln wird.»

Glaubt man den beiden McLaren-Honda-Stars Fernando Alonso und Jenson Button, sieht nicht nur die nächste Zukunft des Teams alles andere als rosig aus. Der Engländer erklärte gegenüber der spanischen Zeitung El Pais: «Wenn man zwei Sekunden von der Spitze entfernt ist, dann liegt auch 2016 kein Sieg drin.» Auch Alonso findet klare Worte.

Gegenüber den spanischen Kollegen erklärt er bestimmt: «Wir können nicht jedes Wochenende frustriert werden. Vor uns liegen nun zehn weitere Rennwochenenden zum Testen. Wer auch immer jetzt schon gelangweilt ist, sollte seinen Fernseher bis nächstes Jahr, oder wenigstens bis zum Rennen in Japan abschalten, denn es wird noch schlimmer.»

Kein Wunder, werden auch bei Honda die ersten Rufe nach einem Führungswechsel laut. Doch F1-Chef Yasuhisa Arai erklärte auf die Frage, ob er die Leitung des F1-Projekts der Japaner bald abgeben müsse: «Was soll ich dazu sagen? Ich persönlich will das Formel-1-Programm weiterhin leiten und ich kann versichern, dass es für Honda ein langfristiges Projekt ist.»

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