Mercedes-Teamchef Toto Wolff: «Wir mögen Manor»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Mercedes-Rennchef Toto Wolff mit Lewis Hamilton

Mercedes-Rennchef Toto Wolff mit Lewis Hamilton

​Mit dem kleinsten Rennstall der Formel 1 geht es aufwärts: Alles deutet daraufhin, dass die Manor-Truppe 2016 den besten Motor der Branche erhält – den V6-Hybridturbo von Mercedes.

Manor könnte im kommenden Jahr eine Neuheit in der Formel 1 einführen: Eigenes Chassis, Heckpartie von Williams, Motor von Mercedes, ein wahrer Patchwork-Rennwagen. Im Grunde wartet Mercedes nur noch darauf, was nun mit Lotus passiert, um einen Handel mit Manor abzuschliessen. Renault will vielleicht schon am Montag verkünden – der Lotus-Rennstall aus Enstone geht wieder in Besitz der Franzosen über. Damit wäre natürlich auch die Ära Mercedes in Enstone vorbei, nach nur einem Jahr und mit guten Ergebnissen (Romain Grosjean Dritter in Belgien).

Mercedes-Herzen pochen derzeit in den Silberpfeilen, dazu in Autos der Kunden Lotus, Force India und Mercedes. Die Abkommen mit Williams und Force India laufen weiter. Der Besitzwechsel von Lotus bedeutet: es wird ein Motorkontingent frei. Das soll Manor erhalten.

Im Gruppeninterview in Japan sagt dazu Mercedes-Teamchef Toto Wolff: «Wir mögen Manor.» Dem Wiener macht es Eindruck, sie die frühere Marussia scheinbar aus der Hoffnungslosigkeit auf die Rennpisten zurückgekehrt ist, das ist echte Racer-Mentalität. Wolff weiter: «Wenn Manor ein richtiges Chassis einsetzen kann und einen guten Motor erhält, dann wäre es schon spannend zu sehen, wohin das führen kann. Aber wir sind wegen der Situation mit Lotus gewissermassen in Warteschleife.»

Der Weltmeistermacher von Mercedes gibt immerhin zu, dass man «einer Lösung nahe sei». Und natürlich spielt dabei auch eine Rolle, dass Mercedes Manor dazu nutzen könnte, dort einen seiner Piloten unterzubringen – um genau zu sein: DTM-Fahrer Pascal Wehrlein.

Toto Wolff: «Könnte schon sein, dass das so kommt, aber dazu müssen einige Puzzleteile an den richtigen Platz fallen. Aber die harte Realität in der Geschäftswelt heisst: Manor muss sich finanziell entsprechend aufstellen. Der Fokus bei Pascal liegt derzeit ganz bei der DTM. In der Formel 1 hat er als Testfahrer einen sehr guten Job gemacht, und ich halte ihn für einen überaus vielversprechenden jungen Piloten. Aber zuerst müssen wir mal gucken, wie das in der DTM ausgeht.»

Dort hält Wehrlein derzeit die Meisterschaftsführung mit 27 Punkten Vorsprung auf seinen nächsten Verfolger, Edoardo Mortara.

Mehr über...

Weblinks

siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Ferrari und Sebastian Vettel: Vertrauen verloren

Mathias Brunner
​Es wird 2021 keine sechste gemeinsame Saison geben mit Ferrari und Sebastian Vettel: Auf den ersten Blick geht’s ums Geld. Aber der tiefergehende Grund dürfte sein – das gegenseitige Vertrauen ist weg.
» weiterlesen
 

TV-Programm

Mi. 03.06., 19:15, ServusTV Österreich
Servus Sport aktuell
Mi. 03.06., 19:25, Spiegel TV Wissen
Auto Motor Party
Mi. 03.06., 19:40, Motorvision TV
Formula E Street Racers
Mi. 03.06., 20:15, ORF Sport+
Schätze aus dem ORF-Archiv: Fußball WM 1978 Österreich - Schweden
Mi. 03.06., 20:45, Hamburg 1
car port
Mi. 03.06., 21:40, SPORT1+
Motorsport - FIA World Rallycross Championship
Mi. 03.06., 22:30, ORF Sport+
Schätze aus dem ORF-Archiv: Fußball WM Finale 2014 Deutschland - Argentinien
Mi. 03.06., 23:00, Eurosport
ERC All Access
Mi. 03.06., 23:15, Hamburg 1
car port
Mi. 03.06., 23:29, Eurosport
ERC All Access
» zum TV-Programm