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Bernie Ecclestone über Red Bull: «Situation geklärt»

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene betonte im Fahrerlager von Sotschi, dass Ferrari die Red Bull-Motorenkrise nicht verursacht hat und Bernie Ecclestone verriet nur: «Die Situation hat sich geklärt.»

Formel 1

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Im Fahrerlager von Sotschi war Maurizio Arrivabene ein gefragter Mann. Kein Wunder, schliesslich wollten alle mit dem Ferrari-Teamchef über die neuesten Meldungen zur Motoren-Krise von Red Bull sprechen. Demnach soll Maranello Red Bull Racing eine Absage erteilt haben, während man für Toro Rosso ein Angebot zur Auslieferung von 2015er-Antriebseinheiten unterbreitet haben soll.

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Die Red Bull-Verantwortlichen hatten aber in den letzten Wochen klar gemacht: Sollten sich für 2016 keine konkurrenzfähigen – sprich aktuellen – Antriebseinheiten finden lassen, steigen beide Teams aus. Und weil Ex-Partner Renault, Mercedes und Honda nicht in Frage kommen, wird der drohende Ausstieg immer wahrscheinlicher. Mit dem Ferrari-Nein ist dem Rennstall aus Milton Keynes – so scheint es – die letzte Option genommen worden.

Trotzdem wollte sich Arrivabene nicht zum Sündenbock abstempeln lassen. Der Italiener erklärte im Interview mit den brasilianischen Kollegen von O Globo: "Red Bull hat noch immer keinen Motor für 2016 und es scheint, als ob wir Schuld daran wären, aber so ist es nicht. Wir müssen doch auch alles planen, und die Überprüfung unseres neuen Antriebseinheiten-Programmes und der Produktion hat gezeigt, dass wir alle Pläne umkrempeln müssten, um einen weiteren Kunden zu beliefern."

Der 58-Jährige aus Brescia ist überzeugt: "Ich bin mir sicher, dass Red Bull fest damit gerechnet hat, 2016 mit Mercedes-Motoren antreten zu können. Und zwar so sehr, dass sie nicht nur den bestehenden Vertrag mit Renault aufgelöst haben, sondern auch jene mit Infiniti und Total."

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Arrivabene beteuert: "Wenn das Ganze beispielsweise schon im Juni über die Bühne gegangen wäre, dann hätten wir noch Zeit gehabt, eine allfällige Zusammenarbeit in Erwägung zu ziehen. Aber sie sind erst nach dem Monza-Rennen auf uns zu gekommen…"

Der Ferrari-Teamchef betont: "Ein viertes Kundenteam würde die Vergrösserung des Ingenieurteams bedeuten, um den gleichen Service wie bei Sauber und Manor zu bieten. Und das können keine Frischlinge sein, die gerade eben die Uni hinter sich gebracht haben. So funktioniert die Formel 1 nicht. Wenn also Ferrari-Präsident Sergio Marchionne mich anrufen und anweisen würde, Red Bull Motoren zu liefern, dann müssten wir alle Pläne wieder verwerfen, die wir schon vor längerem nach sorgfältiger Prüfung gefasst haben."

Der ehemalige Formel-1-Pilot und heutige Sky Sports F1-Experte Johnny Herbert kommentierte trocken: "Das ist typisch Formel 1. Die grossen Teams versuchen, alles zu kontrollieren. Früher war Bernie Ecclestone der Meister darin, doch nun scheint ihm das Ganze ein bisschen zu entgleiten. Die grossen Teams scheinen nun alles zu kontrollieren. Red Bull Racing gehörte vor nicht zu langer Zeit dazu, nun sind sie ins Straucheln geraten."

Und Brundle erklärte: "Wenn ich das richtig verstanden habe, war Niki Lauda an einer Art früher Übereinkunft mit Red Bull beteiligt, die Motoren zu liefern. Das hätte aber von einigen Vorstandsmitgliedern abgenickt werden müssen, was nicht passiert ist."

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Herbert fügte an: "Ich glaube, Toto ist nicht interessiert daran, einen Deal mit Red Bull Racing abzuschliessen. Wahrscheinlich würden einige Mercedes-Vertreter einer Zusammenarbeit zustimmen, aber er wird wohl kein Interesse daran haben, denn durch die starke Form der Silberpfeile ist er innerhalb von Mercedes in einer starken Position. Warum sollte er es riskieren, diese zu verlieren?"

Formel-1-Chefpromoter Bernie Ecclestone erklärte in der Mittagspause: "Ich weiss nicht, ob Ferrari Red Bull Racing eine Absage erteilt hat. Es wurde schon so viel gesagt über diese Motoren, da will ich nicht auch noch meinen Kommentar dazu abgeben. Ich glaube, die Situation hat sich geklärt. Wenn sie einen Motor bekommen, dann sieht es gut aus… Ich weiss nicht, wann wir eine Entscheidung haben werden. Ich weiss auch nicht, was Dietrich Mateschitz denkt, denn ich habe nicht mit ihm gesprochen. Aber er weiss, was er macht."

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