Gene Haas: «Mit Formel 1 verdient man leichter Geld»

Von Vanessa Georgoulas
Gene Haas weiss: « Es geht also im Grunde darum, nicht zu viel Geld zu verlieren und gleichzeitig das Einkommen zu maximieren, und zwar durch Sponsoren- und Preisgelder»

Gene Haas weiss: « Es geht also im Grunde darum, nicht zu viel Geld zu verlieren und gleichzeitig das Einkommen zu maximieren, und zwar durch Sponsoren- und Preisgelder»

Formel-1-Neueinsteiger Gene Haas ist überzeugt, dass sich in der Formel 1 leichter Geld verdienen lässt als in der NASCAR und erklärt bestimmt: «Wenn meine Kunden die Formel 1 mögen, ist das gut für mein Geschäft!»

In wenigen Monaten steht Gene Haas mit seinem Formel-1-Team erstmals in der Startaufstellung eines GP. Der Unternehmer aus Kalifornien ist trotz der aktuellen Probleme der Königsklasse-Teams überzeugt, richtig gehandelt zu haben und fürchtet auch keine Kostenfalle – obwohl in den vergangenen Jahren gleich mehrere Mittelfeld-Teams in finanzielle Nöte geraten sind.

Doch Haas lässt sich nicht beirren und verrät im Gespräch mit den Kollegen von Formula1.com lachend: «Ich habe mich aus geschäftlichen Überlegungen für den Formel-1-Einstieg entschieden – und ich bin mehr denn je davon überzeugt. Denn das Feedback meiner Kunden war überwältigend. Und wenn meine Kunden die Formel 1 mögen, ist das gut für mein Geschäft!»

Der US-Amerikaner kündigte schon vor Monaten an, mit dem Formel-1-Team keinen Verlust einfahren zu wollen. Er betont: «Es gibt kein Geheimrezept. Ja, die meisten Teams machen kein Geld damit – aber in der NASCAR haben wir es geschafft, nach drei Jahren kostendeckend zu sein und im vergangenen Jahr haben wir sogar ein bisschen Geld verdient. Es geht also im Grunde darum, nicht zu viel Geld zu verlieren und gleichzeitig das Einkommen zu maximieren, und zwar durch Sponsoren- und Preisgelder. Ich glaube, dass dies in der Formel 1 einfacher zu erreichen ist als in der NASCAR. »

Haas erklärt: «In der NASCAR muss man gewinnen, um Geld zu sehen. In der Formel 1 reicht ein Top-10-Platz, um ein bisschen Geld zu sehen. Die NASCAR macht das nicht so.» Auf die Frage, ob der Schlüssel zum Erfolg darin liege, ein halbes Kundenteam zu sein, erwidert Haas, der mit mehreren technischen Partnern wie Ferrari und Dallara zusammenarbeitet: «Ich glaube nicht.»

Der Teamchef des einzigen amerikanischen Formel-1-Rennstalls schildert: «Ich verfolge diesen Sport nun schon viele Jahre und kann mich gut daran erinnern, wie 2008 alle von Kundenautos sprachen. Diese Idee geisterte schon einige Zeit in der Formel 1 herum, doch am Ende kam das Konzept der Kundenautos nicht durch. Das war unser ursprünglicher Plan, aber daraus wurde nichts.»

Haas fügt an: «Nun hat Bernie Ecclestone die Idee wieder auf den Tisch gebracht, aber derzeit sind wir so etwas wie ein Zwischending. Wir versuchen im Grunde, so viel wie möglich von Aussen zu beziehen – nicht nur von Ferrari, sondern auch von anderen Herstellern. Die meisten Teams bauen alles selbst, aber wir versuchen, Lieferanten zu finden und unsere Produktion so klein wie möglich zu halten. So haben wir es in der NASCAR gemacht, die Idee ist also nicht neu.»

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