Red Bull Racing keck: Renault-Motor 2016 als TAG?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Dieses Bild lässt die sozialen Netzwerke tüchtig brummen

Dieses Bild lässt die sozialen Netzwerke tüchtig brummen

​Red Bull Racing spielt mit den Erwartungen der Fans: Heisst der 2016er Renault-Motor im Heck der Autos von Daniel Ricciardo und Daniil Kvyat im kommenden Jahr TAG?

Einen ersten Hinweis gab es im Rahmen des Abu-Dhabi-GP-Wochenendes von Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner. Bei der BBC liess der Weltmeistermacher von RBR fallen: «Wartet darauf, wie unser 2016er Motor heissen wird. Das wird gut. Aber ich glaube, Ron Dennis wird nicht besonders glücklich sein. Auf der andere Seite – er ist generell in letzter Zeit nicht so glücklich.»

Danach wurde in den sozialen Netzwerken leidenschaftlich spekuliert, was auf diesem Motor drauf stehen könnte. Die einen glaubten, es könnte Nissan sein, Partnerfirma von Renault und direkter Konkurrent von McLaren-Motorlieferant Honda, nicht nur auf dem japanischen Markt. Andere denken, der Motor könnte TAG oder TAG Heuer heissen, nachdem der langjährige McLaren-Sponsor TAG Heuer seine Kooperation mit dem englischen Rennstall beendete, um zu Red Bull Racing zu wechseln. Die in der Schweiz ansässige Firma TAG Heuer ist heute im Besitz des französischen Luxusgüter-Herstellers Moët Hennessy Louis Vuitton S. A. (LVMH).

Red Bull selber spielt mit den Erwartungen der Fans und hat keck ein Foto gepostet, das einige Uhrentechniker zeigt, die um das Heck des RBR-Renners herumstehen. Im Heck fehlt der Motor. Red Bull Racing schreibt über die Szene: «Schweizer Ingenieurskunst füllt die Lücke in der kommenden Saison.»

Das hat einen wundervollen Dreifachsinn: Die Lücke schliessen im Sinne von – einen Motor einsetzen. Oder: Die Lücke schliessen im Sinne von – wieder zur Spitze aufholen. Oder die Schweizer Ingenieurskunst bezieht sich auf den Motorspezialisten Mario Illien, von dessen Expertise Renault künftig mehr profitieren will.

Unten schreibt Red Bull Racing: «TAG Heuer und Infiniti Red Bull Racing 2016.»

Seit dem Tweet ist in den sozialen Netzwerken der Turbo zugeschaltet. Die meisten Fans und Fachleute sind davon überzeugt: Einen stärkeren Hinweis auf den künftigen Namen des Motors kann kaum deponiert werden.

Cyril Abiteboul, Geschäftsleiter von Renault Sport F1, beteiligt sich sogar an dem ganzen Gezwitschter und schreibt zum RBR-Bild: «@redbullracing @TAGHeuer Suchen die etwas?»

Die meisten Fans, welche auf das Bild von Red Bull Racing mit Kommentaren reagieren, finden einen Motor namens TAG oder TAG Heuer überaus aufregend und clever.

Einige fragen zurück: Wird die Antriebseinheit wirklich so heissen? Worauf die Betreiber des Twitter-Accounts von TAG Heuer antworten: «Bleibt dran, um es herauszufinden.» Klingt nicht nach einem Dementi.

Ein Twitter-Nutzer schreibt: «Das macht mich stolz und glücklich. Ein Knicks vor der Vergangenheit.»

Denn die Firma Techniques d’Avant Garde von Mansour Ojjeh aus Saudi-Arabien hatte in den 80er Jahren bei Porsche jenen Turbo-Motor finanziert, mit dem McLaren, Niki Lauda und Alain Prost in der Folge zu fünf WM-Titeln fuhren – mit dem TAG-Turbo «made by Porsche». Niki Lauda wurde Fahrer-Weltmeister 1984, Prost holte die Titel 1985 und 1986. McLaren gewann mit dem TAG-Turbo die Markentitel 1984 und 1985.

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